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Marktkommentar

Preisabschläge zum Jahresende

| Autor / Redakteur: Stefan Arnold / Claudia Otto

Dr. Stefan Arnold ist Vorstandsvorsitzender der Ispex AG.
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Dr. Stefan Arnold ist Vorstandsvorsitzender der Ispex AG. (Bild: Ispex)

Nachdem sich die Energiepreise im November etwas gefestigt hatten, setzten die Börsenpreise für Strom und Gas im Dezember den Abwärtstrend fort. Wie bisher regelmäßig zum Jahreswechsel beobachtet werden konnte, gaben die Preise in der zweiten Monatshälfte deutlich nach.

Dabei zeigte sich im Dezember ganz besonders, dass nicht immer von den Börsenpreisen auf die tatsächlich von Unternehmen erzielbaren Preise geschlossen werden kann. In dem Zusammenhang ist es unbedingt notwendig, beim Energieeinkauf auch den Einflüssen durch Markt und Wettbewerb Beachtung zu schenken.

Einkaufspreise für Strom entkoppelt von Börsenentwicklung

Betrachtet man die Börsenpreise der Stromprodukte an den Börsen lässt sich im Dezember eine kontinuierliche Abwärtsbewegung bis unter das Niveau im November feststellen. Damit wiederholt sich die Preisbewegung an den Strommärkten der vergangenen Jahre, die jeweils kurz vor der Jahreswende deutlich abwärts tendierte. Der in diesem Jahr besonders stark zu beobachte Verfall des Strompreises bestätigt erneut die Wechselwirkung zwischen Kohle- und Strompreis. Auch der Preis für Kohle fiel im Dezember nochmals deutlich und führte zu sinkenden Stromnotierungen auf Lieferjahrbasis.

Dennoch notiert der Ispex-Strompreisindex für Dezember deutlich höher als noch im November. Damit erfüllte sich die im Marktkommentar unserer Dezemberausgabe 2014 erstellte Prognose, dass die im November gestiegenen Börsenpreise spätestens im Dezember zu einem höheren Einkaufsniveau für Jahreskontrakte beim Strom führen.

Diese Entwicklung war bereits im Vorjahr zu beobachten und ist vor allem mit den Besonderheiten von Jahreswechsel und Vorweihnachtszeit zu erklären. Tatsächlich beschafften Unternehmen angesichts des bevorstehenden Jahreswechsels und der allgemein herrschenden Urlaubszeit nur bis Mitte Dezember. Die Abwärtsbewegung in der zweiten Monatshälfte für die getätigten Abschlüsse von Stromlieferverträgen ist daher nahezu vollständig vernachlässigbar. Schließlich zeigt sich beim Einkauf im Dezember kaum noch Wettbewerbsdruck. Während die Vertriebsabteilungen der Stromanbieter im Frühjahr besonders bemüht sind, Kunden zu gewinnen, ist im Dezember regelmäßig zu beobachten, dass die Vertriebsaktivitäten deutlich weniger ambitioniert ausfallen. Der schwächere Wettbewerb schlägt sich bei Preisanfragen und Ausschreibungen nieder und für Strompreise werden weniger preisaggressive Angebote abgegeben.

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