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Effiziente Antriebe

Prüfstand untersucht Zusammenspiel der Komponenten

| Redakteur: Rebecca Vogt

Ein neuer Antriebsstrang-Prüfstand erweitert an der Universität Kassel die Ausstattung im Fachgebiet Mechatronik.
Ein neuer Antriebsstrang-Prüfstand erweitert an der Universität Kassel die Ausstattung im Fachgebiet Mechatronik. (Bild: Uni Kassel)

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An der Universität Kassel wird an effizienten und umweltfreundlichen Fahrzeugantrieben geforscht. Mit einem neuen Antriebsstrang-Prüfstand erweitert das Fachgebiet Mechatronik nun seine Ausstattung.

Der neue Prüfstand ist mehr als 600.000 € wert. Mit ihm können der Universität zufolge Untersuchungen zum besonders intelligenten Zusammenspiel der Komponenten eines Antriebsstrangs durchgeführt werden. Zu diesen Komponenten zählen alle Teile, die in einem Fahrzeug Leistung erzeugen und diese auf die Straße übertragen – also Motoren, Kupplungen, Getriebe, Differentiale, Antriebswellen und Räder.

Das Fachgebiet unter Leitung von Prof. Dr.-Ing. Michael Fister will in einem ersten Forschungsprojekt eine neuartige Ansteuerung für Kupplungen entwickeln. Diese sollen beim Einkuppeln deutlich weniger Verlustwärme erzeugen und dadurch Energie einsparen.

Verschiedene Einwirkungen auf den Antrieb prüfen

Insgesamt simuliert der Prüfstand den Antriebsstrang verschiedener Motorenkonzepte. Das heißt, neben dem konventionellen Verbrennungsmotor ist auch die Analyse von rein elektrischen oder Hybrid-Motoren vorgesehen. Der Prüfstand ermöglicht die hochdynamische Verarbeitung verschiedener Einwirkungen auf den Antrieb. Hierzu zählt etwa die schlagartig veränderte Reibung an den Rädern, die zum Beispiel auftritt, wenn das Fahrzeug eine Eisplatte überfährt.

Summenleistung liegt bei über 750 kW

Die Anlage ist im Stande als Antriebsmotor Eingangsdrehzahlen von bis zu 6000 min−1 und ein maximales Drehmoment von 450 Nm aufzubringen (statisch). Zwei nachgelagerte Maschinen können jeweils bis 3000 min−1 bei 900 Nm und darüber hinaus auch bis 6000 min−1 betrieben werden. Die Anlage hat somit eine konstante Summenleistung von mehr als 750 kW. Ansteuern lässt sich der Prüfstand über eine am Fachgebiet entwickelte Software.

Anlage bietet neue Möglichkeiten in der Forschung

„Der neue Prüfstand erweitert unsere Möglichkeiten deutlich“, sagt Prof. Fister. „Insbesondere die Option, hochdynamisch die Einwirkungen auf den Antriebsstrang zu verändern, ist bei Anlagen dieser Art keine Selbstverständlichkeit. Das eröffnet für unser Fachgebiet und das Institut für Antriebs- und Fahrzeugtechnik der Universität Kassel neue Wege in der Grundlagenforschung, aber auch in der anwendungs- und industrienahen Forschung.“ Die Anschaffung wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) finanziell unterstützt.

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