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Robotertechnik

Roboter erledigt wertschöpfende Arbeiten in den Nebenzeiten

| Autor / Redakteur: Stefanie Senft / Rüdiger Kroh

In den Nebenzeiten übernimmt der Roboter Bearbeitungsschritte von der Werkzeugmaschine. (Bild: Kuka Roboter)
In den Nebenzeiten übernimmt der Roboter Bearbeitungsschritte von der Werkzeugmaschine. (Bild: Kuka Roboter)

Ein Roboter, der ein Bearbeitungszentrum bestückt, nutzt die Zeit zwischen den Bestückungszyklen, um das Bauteil zu entgraten, Sacklöcher zu bohren und Gewinde zu schneiden. Die Prozessdurchlaufzeit verkürzt sich deutlich und im Jahr können rund 1700 Bauteile mehr produziert werden.

An der optimalen Auslastung von Werkzeugmaschinen haben Experten bei der Kuka Roboter GmbH getüftelt. Seit etwa einem halben Jahr werden im Bereich Zerspanung die Nebenzeiten einer automatisierten Werkzeugmaschine bestmöglich genutzt. Das besondere an dieser Applikation: Ein Roboter der Quantec-Serie führt in den Nebenzeiten an den entnommenen Werkstücken unterschiedliche wertschöpfende Arbeiten durch. So können im Jahr rund 1700 Bauteile mehr produziert werden.

Der Roboter sollte auch zwischen den Bestückungszyklen beschäftigt sein

In der Halle 10 des Kuka-Werks im Augsburger Stadtteil Lechhausen ist die Zerspanung angesiedelt. Dort entstehen Elemente für die Zentralhand der Roboter, die anschließend nebenan in der Roboterfertigung montiert werden. Ein Roboter der Quantec-Serie bestückt das Bearbeitungszentrum DMC80 U duo Block von Deckel Maho mit Rohteilen und entnimmt nach der Bearbeitung die Teile aus der Maschine. Bei langen Bearbeitungszeiten sind solche Automatisierungslösungen oftmals wenig rentabel. Es wurde nach einer Lösung gesucht, die den Roboter zwischen den Bestückungszyklen sinnvoll beschäftigt. „Aus diesem Grund haben wir dem Roboter zusätzliche Aufgaben zugeteilt“, erklärt Florian Hofmann, Leiter der Zerspanung bei Kuka Roboter. Jetzt bearbeitet der Knickarmroboter zusätzlich die sechste Seite des Bauteils und entgratet es anschließend.

„Der Roboter übernimmt Bearbeitungsschritte von der Werkzeugmaschine und reduziert so die Spindellaufzeit pro Teil um 16% auf 40 Minuten“, erläutert Andreas Schuhbauer, Key Technology Manager für den Bereich Werkzeugmaschinen. Pro Schicht können somit zwei Bauteile mehr bearbeitet werden. Der Roboter entfernt die Spannlappen, mit der die Bauteile vorher in der Werkzeugmaschine gespannt wurden, bohrt Sacklöcher und senkt und schneidet ein Normgewinde für Gummipuffer in das Bauteil. Außerordentlich filigran ist die 2-mm-Bohrung für das Typenschild, die der Roboter ausführt. Abschließend wird das gesamte Bauteil mit speziellen Industriebürsten gratfrei gemacht. Die unterschiedlichen Werkzeuge entnimmt der Roboter der in der Zelle platzierten Werkzeugstation.

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