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NDT-Verfahren von SGS

Rundschweißnähte mit Roboter überprüfen

| Redakteur: Andrea Gillhuber

SGS hat ein automatisiertes Phased-Array-/ToFD-Prüfsystem entwickelt, das auch konventionelle Impulsechotechnik bei der Qualitätskontrolle von Rundschweißnähten mit einbezieht.
SGS hat ein automatisiertes Phased-Array-/ToFD-Prüfsystem entwickelt, das auch konventionelle Impulsechotechnik bei der Qualitätskontrolle von Rundschweißnähten mit einbezieht. (Bild: SGS)

SGS hat ein neues Verfahren entwickelt, mit dem sich Rundschweißnähte beispielsweise an Offshore-Windkraftanlagen bereits in der Fertigung überprüfen lassen.

Schweißnähte an den Turmkonstruktionen von Windkraftanlagen sind häufig eine kritische Schwachstelle. Wurde nicht genau gearbeitet, kann es zu folgenschweren Materialbrüchen kommen. Aus diesem Grund haben die Prüfer von SGS das NDT-Verfahren entwickelt, mit dem sich die Qualität von Rundschweißnähten bereits während der Produktion überprüfen lassen.

Häufig werden die Rundnähte von Gründungsstrukturen, sogenannten Monopiles, mit Hilfe von Ultraschallprüftechnik mit mehreren Einschallwinkeln und aus verschiedenen Richtungen untersucht. Da die Röhren von Windkraftanlagen nicht selten einen Durchmesser von bis zu sechs Metern und eine Wandstärke von bis zu 8 cm aufweisen, ist dieses Verfahren sehr aufwändig. Die Monopiles müssen daher während der Prüfung gedreht werden. Mehrere Umläufe sind notwendig, um die Gründungsstrukturen komplett zu untersuchen. SGS hat nun mit dem automatisierten Phased-Array-/ToFD-Prüfsystem ein Verfahren entwickelt, das auch die konventionelle Impulsechotechnik mit einbezieht. Damit werden zuverlässige Prüfungen an Rundnähten bei Turmkonstruktionen mit Wanddicken von bis zu 100 mm möglich. Das Verfahren ist inzwischen standardisiert, in der Serienfertigung erprobt und als „mechanisierte Ultraschallprüfung (PA/ToFD) an Rundschweißnähten von Windenergieanlagen“ nach DNV GL-OS-C401 akkreditiert.

Roboter übernimmt Qualitätsprüfung

Das Besondere an dem kombinierten Phased-Arra-/ToFD-Prüfsystem ist, dass ein selbstfahrender Roboter mit steuerbaren Magneträdern mit einer Geschwindigkeit von 20 bis 50 mm/s die Rundschweißnähte abfährt. Dabei nimmt der Manipulator je Prüfspur bis zu 200 A-Bilder pro mm auf, wertet sie aus und stellt sich auch für weitere Anwendungen zur Verfügung. Im Vergleich zu manuellen Methode ist das Verfahren um bis zu 20 Mal schneller.

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