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EMO Hannover 2017

Schaeffler will die Ausfallzeiten von Werkzeugmaschinen reduzieren

| Autor: Stefanie Michel

Ralf Moseberg: „Die EMO ist ein ganz entscheidender Meilenstein für uns, an dem wir mit unseren Produkten an die Öffentlichkeit gehen.“
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Ralf Moseberg: „Die EMO ist ein ganz entscheidender Meilenstein für uns, an dem wir mit unseren Produkten an die Öffentlichkeit gehen.“ (Bild: Stefanie Michel)

Auf der Pressekonferenz im Vorfeld der EMO Hannover 2017 stellte Schaeffler seine Neuheiten vor. Da defekte Spindellager und Linearführungen zu den größten Ausfallursachen von Werkzeugmaschinen gehören, hat das Unternehmen nun Lösungen, wie sich die Maschinenverfügbarkeit steigern lässt.

Erstmals präsentierte sich Ralf Moseberg als Leiter des neuen Schaeffler-Geschäftsbereichs Industrial Automation/Lineartechnik auf der Pressekonferenz im Vorfeld der EMO Hannover 2017 und führte durch die Neuheiten, die der Wälzlagerspezialist auf der Messe vorstellen wird. Was die neuen Produkte und Systeme vereint: sie sollen eine hohe Produktivität und Maschinenverfügbarkeit garantieren, was Zeit und Geld spart.

Die Entwicklung der Neuheiten bezeichnete Moseberg als „Evolution“, denn der Weg zum jetzigen Stand war lang. „Die EMO ist ein ganz entscheidender Meilenstein für uns, an dem wir mit unseren Produkten an die Öffentlichkeit gehen“, sagt er deshalb. Ein Bereich, in dem sich diese Evolution sehr deutlich abzeichnet, ist die Entwicklung neuer Werkstoffe. Im Vergleich zum „normalen“ Wälzlagerstahl 100Cr6 konnte bereits mit der Eigenentwicklung Cronidur 30, die bisher für Spindellagerungen eingesetzt wurde, die dynamische Tragzahl und die Ermüdungsgrenzbelastung signifikant gesteigert werden. Jetzt steht für Spindellager der M-Serie X-life der Hochleistungs-Wälzlagerstahl Vacrodur zu Verfügung. Er ist Wärmebeständig bis 400 °C und verspricht eine 13-fach längere Lebensdauer im Vergleich zum 100Cr6.

Ausfälle von Werkzeugmaschinen minimieren

Ein Schwerpunkt bei der Vorstellung der EMO-Highlights war es, die Ausfallzeiten von Werkzeugmaschinen zu reduzieren. Betrachtet man sich die Ausfallstatistik, sind die Ausfallursachen sichtbar: defekte Spindellager (durch Crash und Überlast), Kugelrollspindeln (durch Verschleiß, Mangelschmierung und Schmutz) und Linearführungen (ebenfalls durch Verschleiß, Mangelschmierung und Schmutz). Für den ersten und den letzten Punkt bietet Schaeffler zur EMO Lösungen an: ein intelligentes Spindellager sowie eine intelligente Führung. Bei der sogenannten „Smart Spindle“ ist das FD-Modul (Wirbelstrom-Abstandssensor) aus dem Variosense-Baukasten in die Spindellagerung eingebaut, um direkt an der Spindel die Verlagerung zu messen. Daraus lassen sich Rückschlüsse auf die Belastung des Lagers ziehen und die Spindel vor Überlast und Crash schützen. Ebenfalls auf integrierte Sensorik setzt „Smart Guidance“, allerdings misst hier ein neu entwickelter Sensor den Schmierzustand („Schmierindikator“) der Linearführung. Das Kennfeld des Schmierindikators zeigt, dass die Schmierintervalle im Laufe der Lebensdauer einer Führung variieren, geplante Nachschmierungen in vorgegebenen Abständen also zu „Überschmierung“ führen. Bedarfsgerechte Nachschmierimpulse hingegen verlängern die Gebrauchsdauer der Führungen, die Verfügbarkeit der Werkzeugmaschine steigt.

Zuversichtlicher Blick auf den Markt der Werkzeugmaschinen

Der Geschäftsbereich Industrial Automation bei Schaeffler mit Sitz am Standort Homburg/Saar besteht aus den Geschäftsfeldern Produktionsmaschinen und Industriemaschinen. Unter Produktionsmaschinen fallen zu 88 % die Werkzeugmaschinen, für die lineare und rotative Produkte entwickelt werden.

Der Markt für Werkzeugmaschinen verlief in den letzten Jahren recht schwankend. Der Auftragseingang konnte seit 2013 auch nicht mehr mit einer EMO korreliert werden. Dennoch wachsen seit 2015 Auftragseingänge und Umsätze, sodass Moseberg zuversichtlich ist: „Wir werden auf der EMO dieses Jahr ein sehr positives Umfeld haben.“

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