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3D-Druck mit Metall

SLM Solutions mit Umsatzrückgang

| Redakteur: Simone Käfer

Trotz Rückgang keine Panik: SLM Solutions erhielt im Juni 2017 die größte Einzelbestellung der Unternehmensgeschichte.
Trotz Rückgang keine Panik: SLM Solutions erhielt im Juni 2017 die größte Einzelbestellung der Unternehmensgeschichte. (Bild: gemeinfrei (stevepb/pixabay) / CC0)

Trotz zurückhaltender Marktstimmung im ersten Halbjahr 2017 verzeichnet der 3D-Druckhersteller SLM Solutions ein Wachstum im Auftragseingangswert.

Für das erste Halbjahr 2017 berichtet SLM Solutions von einem Umsatzrückgang um 13,5 % im Vergleich zum ersten Halbjahr 2016. Der Umsatz beliefe sich nun auf 29 Mio. Euro gegenüber 33,5 Mio. Euro im Vorjahresvergleich. Trotzdem hat der Hersteller von Metall verarbeitenden 3D-Druckern Grund zur Freude, denn das Auftragsvolumen ist gestiegen: gegenüber den 30 Mio. Euro im ersten Halbjahr 2016 liegt es nun bei 35,3 Mio. Euro, also eine Steigerung um 17,9 %. Teil davon war die bislang größte Einzelbestellung der Firmengeschichte. Als SLM Solutions existiert das Unternehmen seit 2011, vorher gehörte es der MTT Technologies Group an, die im Rapid Prototyping tätig war.

Auch wenn das Unternehmen einen zunehmenden Markt für leistungsfähigerer und damit höherwertiger Maschinen sieht, spricht Vorstand Uwe Bögershausen von einer anhaltend abwartenden Haltung einiger Kunden. „Wir gehen jedoch davon aus, dass diese Entwicklung vorübergehend ist und werden uns auch weiterhin darauf konzentrieren, strategische Partnerschaften mit unseren Kunden zu forcieren“, erklärt Bögershausen. Als Jahresziele bestätigt der Vorstand einen Konzernumsatz im Korridor zwischen 110 Mio. Euro und 120 Mio. Euro sowie eine bereinigte EBITDA-Marge (im Verhältnis zum Konzernumsatz) von 10 % bis 13 %. Die Ziele könnten erreicht werden, berichtet SLM Solutions. Allerdings hänge viel von der Messe Formnext im November ab.

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Gesamtleistung ging fast 30 % zurück

Die Gesamtleistung, zusammengesetzt aus Umsatzerlösen, Bestandserhöhungen und aktivierten Eigenleistungen, lag im ersten Halbjahr 2017 mit 29,5 Mio. Euro um 29,4 % unter dem Vorjahr. Hier schlägt sich maßgeblich der gegenüber dem ersten Halbjahr gesunkene Auftragseingang nieder. Der Materialaufwand ging unter anderem aufgrund des Abverkaufs vorproduzierter Lagerware sowie eines strikten Einkaufsmanagements deutlich und überproportional zur Gesamtleistung um 48,4 % auf 12,7 Mio. Euro zurück (H1 2016: 24,6 Mio. Euro). Entsprechend lag die Materialaufwandsquote (im Verhältnis zur Gesamtleistung) mit 43,05 % deutlich unter dem Vorjahr (H1 2016: 58,9 %). Die bereinigte Personalaufwandsquote (im Verhältnis zur Gesamtleistung) stieg aufgrund des Personalaufbaus auf 346 Vollzeitäquivalente (FTE) zum 30. Juni 2017 (30. Juni 2016: 287 FTE) auf 48,3 % (H1 2016: 27,6 %). Das bereinigte EBITDA (Ergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern) lag für das erste Halbjahr 2017 bei -4,5 Mio. Euro (H1 2016: -1,0 Mio. Euro). Die bereinigte EBITDA-Marge (bezogen auf den Konzernumsatz) belief sich auf -15,6 % (H1 2016: -2,9 %). Das unbereinigte EBITDA sank gegenüber dem Vorjahr auf -4,6 Mio. Euro (H1 2016: -1,3 Mio. Euro).

Das Periodenergebnis nach Steuern belief sich für das erste Halbjahr 2017 auf -5,9 Mio. Euro (H1 2016: -2,3 Mio. Euro). Das entspricht einem unverwässerten und verwässerten Ergebnis je Aktie von -0,33 Euro (H1 2016: -0,13 Euro). Mit einem Wert von 74,8 % kann SLM Solutions zum 30. Juni 2017 weiterhin eine hohe Eigenkapitalquote aufweisen (30.Juni 2016: 83,6 %).

Vor allem aufgrund des konsequent und erfolgreich betriebenen Abbaus von Forderungen konnte im ersten Halbjahr 2017 erstmalig seit dem Börsengang im Jahr 2014 ein positiver Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit in Höhe von 1,6 Mio. Euro erzielt werden (H1 2016: -12,8 Mio. Euro).

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