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Change Management

So machen Führungskräfte ihre Mitarbeiter fit für Veränderungen

| Autor / Redakteur: Michael Reichl / Jürgen Schreier

Alles beginnt mit Gerüchten über die geplanten Veränderungen. Diese verursachen Unruhe und Sorge in der Organisation – noch bevor die Veränderungen offiziell verkündet wurden.
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Alles beginnt mit Gerüchten über die geplanten Veränderungen. Diese verursachen Unruhe und Sorge in der Organisation – noch bevor die Veränderungen offiziell verkündet wurden. (Bild: MM-Archiv)

Wie verarbeiten und bewältigen Menschen eigentlich Veränderungen? Das wissen Führungskräfte oft nicht. Aus diesem Grund fällt es ihnen schwer, ihren Mitarbeitern, die in Veränderungsprojekte involviert sind, die erforderliche Unterstützung zu geben.

Den Service verbessern, die Produktivität steigern, den Ertrag erhöhen – vor diesen Herausforderungen stehen heute fast alle Unternehmen. Entsprechend viele Veränderungsprojekte werden durchgeführt.

Die meisten Unternehmen steuern Veränderungsprozesse auf der strukturellen Ebene durchweg routiniert. Den Umgang mit den Auswirkungen der Veränderungen auf der kulturellen Ebene betrachten die Verantwortlichen an der Unternehmensspitze oft als lokale Führungsaufgabe – also zum Beispiel als Aufgabe der Team-, Abteilungs- oder Niederlassungsleiter. Teilweise tun sie das sogar zu Recht.

Großunternehmen können meist nur allgemein informieren

Denn zumindest in Großunternehmen kann die Firmenleitung die Belegschaft meist nur allgemein über die angestrebten Veränderungen informieren. Die Führungskräfte vor Ort hingegen müssen ihren Mitarbeitern vermitteln, warum diese Veränderungen nötig sind und was diese für ihren Arbeitsalltag bedeuten. Außerdem müssen sie den Mitarbeitern das Gefühl geben, dass die Veränderung möglich ist und dass sie beim Entwickeln neuer Denk- und Verhaltensmuster begleitet werden. Vielfach wird in Unternehmen der Umgang mit den Auswirkungen der Veränderungen aber nicht nur als lokale Führungsaufgabe betrachtet, sondern obendrein bagatellisiert. Gemäß der Maxime „Die machen das schon“ wird beim Planen der Projekte nicht mitbedacht: Wie bereiten wir die Führungskräfte auf diese Aufgabe vor?

Wenn Führungskräfte sich im Stich gelassen fühlen

Somit sieht das Projektdesign zum Beispiel auch keine Veranstaltungen vor, bei denen die Führungskräfte vorab darüber informiert werden, was geplant ist, was auf sie zukommt, mit welchen Reaktionen sie rechnen müssen und wie sie darauf reagieren sollen. Die Führungskräfte sind dann entsprechend rat- und hilflos, wenn die Mitarbeiter sie mit Fragen bestürmen und mit ihren Ängsten konfrontieren – und sie fühlen sich im Stich gelassen. Also entwickeln sie selbst Widerstände gegen das Projekt.

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