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Wittmann Battenfeld

Spritzgießtechnik für anspruchsvolle Automobilzulieferer

| Redakteur: Peter Königsreuther

Kleiner Ausschnitt der Steckervarianten, die im nahe Hamburg verorteten Unternehmen PWF auf Wittmann-Battenfeld-Systemen spritzgegossen und gefertigt werden.
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Kleiner Ausschnitt der Steckervarianten, die im nahe Hamburg verorteten Unternehmen PWF auf Wittmann-Battenfeld-Systemen spritzgegossen und gefertigt werden. (Bild: Wittmann Battenfeld)

Die PWF Kunststofftechnik mit Sitz in Glinde, nahe Hamburg, hat sich auf die Produktion anspruchsvoller Steckergehäuse spezialisiert. Wittmann-Battenfeld-Know-how sorgt für die adäquate Spritzgießtechnik samt Peripherie.

Der Schwerpunkt des Unternehmens PWF Kunststofftechnik liegt auf der Herstellung anspruchsvoller Steckverbinder für den Einsatz in Autos. Zum Kundenstamm von PWF zählen auch weltweit führende Automobilzulieferer, die sowohl Werkzeuge als auch fertige Teile und ganze Baugruppen aus Glinde beziehen, wie es heißt. Außer der Automobilzulieferindustrie, mit der PWF etwa 90 % seines Umsatzes erwirtschafte, sei das Unternehmen auch in der Hausgeräteindustrie, im Bereich der Labor- und Medizintechnik, im HiFi-Bereich und in der Sensorik aktiv. So werden unter anderem dort auch Kappen für Stromzähler, Sensoren für Atemschutzgeräte, Gehäuse für pneumatische Ventile sowie Reagenzgläser, die bei unterschiedlichen Temperaturen die Farbe ändern kunstststofftechnisch realsiert, wie das Unternehmen erklärt.

Spritzgießwerkzeugbau stemmt auch Großserien

Im Werkzeugbau werden jährlich rund 50 Präzisionswerkzeuge gefertigt, wie es heißt. Ein lang erprobtes, international verknüpftes Zuliefernetzwerk mit Partnern in Südkorea, Portugal und China stelle sicher, dass PWF einerseits in der Lage ist, seine Kunden mit den Werkzeugen zu versorgen, und andererseits die hoch volumigen Teileaufträge seiner internationalen Kunden dabei problemlos umsetzen könne.

Die besondere Stärke von PWF liegt nach Angabe der Gildener in der hohen Flexibilität des Unternehmens. So würden beispielsweise Serien von ein und demselben Produkt von 200 bis 60 Millionen Stück gefertigt. PWF verarbeite jährlich an die 200 verschiedene Rohmaterialien in 150 verschiedenen Farben. Zum Einsatz kommen praktisch alle gängigen technischen Kunststoffe, wie es heißt, darunter auch Hochtemperaturmaterialien und thermoplastische Elastomere (TPE). Der Output an Kunststoffteilen belief sich 2016 auf 313 Millionen Stück bei einer Lieferperformance von 95 %, betont PWF. Um diese Stückzahlen realisieren zu können, arbeiteten die Maschinen allerdings auch an 362 Tagen im Jahr rund um die Uhr.

Spritzgießtechnik mit hohem Automationsgrad gefragt

Dementsprechend hoch seien die Anforderungen, die PWF an die eingesetzten Spritzgießmaschinen als auch an die Automatisierung und die Peripherie stelle. Bei PWF laufen momentan 49 Spritzgießmaschinen im Schließkraftbereich von 150 bis 4000 kN. Nun konnte Wittmann Battenfeld vier elektrische Maschinen an PWF liefern. Davon befinden sich drei Maschinen der Ecopower Serie mit 550 kN beziehungsweise 1100 kN Schließkraft, ausgestattet jeweils mit einem Wittmann-Linearroboter der neuesten Generation, wie es heißt. Bei der zuletzt gelieferten Maschine handelt es sich laut Hersteller um eine für das Spritzgießen von Kleinst- und Mikroteilen ausgelegte Maschine aus der Micropower Reihe, die mit 150 kN Schließkraft arbeitet. Diese Maschine hat außerdem einen Drehteller integriert, ein eigens konzipiertes Wittmann-Entnahmehandling, einen Wittmann-Trockner des Typs Drymax Micro, eine Qualitätskontrolle mittels Bildverarbeitung sowie ein Reinraummodul, das für Reinluft der Klasse 6 nach ISO 14644-1 sorgt. Damit könne PWF höchsten Ansprüchen an die wirtschaftliche Fertigung von qualitativ hochwertigen Kleinstteilen gerecht werden.

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