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Hess Präzisionsmechanik

Swiss Made hoch drei

| Redakteur: Böhm

Perfektioniert bis ins Detail, hier ein OSG-Gewindeformer mit spezifischer Schmierstoff­zuführung, um das Gewinden hochgradig prozesssicher zu gestalten. OSG bietet auch VHM-Gewindebohrer an, die Gewinde in Stahl bis 62 HRC schneiden können.
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Perfektioniert bis ins Detail, hier ein OSG-Gewindeformer mit spezifischer Schmierstoff­zuführung, um das Gewinden hochgradig prozesssicher zu gestalten. OSG bietet auch VHM-Gewindebohrer an, die Gewinde in Stahl bis 62 HRC schneiden können. (Bild: richterfoto)

Die Hess Präzisionsmechanik produziert Präzisionsteile im High-End-Bereich. Seit 2009 setzt das Schweizer Unternehmen konsequent auf hoch automatisierte Fertigungsprozesse mit mannarmen und mannlosen Schichten. Hochwertige Werkzeug-Spannsysteme und Werkzeuge sind zwingend notwendig, um die Prozesssicherheit zu gewährleisten. Hier wählte die Firma Hess Vischer & Bolli AG als Partner in der Werkzeug- und Spanntechnik.

Die Hess Präzisionsmechanik GmbH überlässt nichts dem Zufall. Das liegt nicht zuletzt am vorausschauenden Geschäftsführer und Inhaber Kurt Hess. Ein Blick in die Maschinenhallen des 20 Mitarbeiter starken Unternehmens zeigt eindrücklich, dass das KMU Industrie 4.0 bereits lebt. Automatisierte Fertigung ist Alltag.

Erste Schicht bemannt, zweite mannarm, dritte mannlos

Drei Schichten fährt das Unternehmen, eine bemannte, eine mannarme und eine mannlose, sowohl im Dreh- als auch im Fräsbereich. Das KMU hat in einen hochmodernen Maschinenpark inklusive Robotik und Palettisierung investiert. Kurz: ein Vorzeige-Unternehmen par excellence. Dass das Unternehmen in den High-End-Produktionszentren auf Rego-Fix-Powrgrip-Spannmittel und Werkzeuge von OSG und M. A. Ford – in der Schweiz von Vischer & Bolli vertreten – in diesem Zusammenhang setzt, ist ebenfalls alles andere als Zufall.

Einfache bis hochkomplexe Teile

Die Losgrössen bewegen sich von 10 bis 1000 Stück, die Geometrien sind einfach bis hochkomplex. K. Hess: «Manchmal bekommen wir Feedback von unseren Kunden, wie folgendes: ‹Wir wären die einzigen von vier angefragten Zulieferern gewesen, die in der Lage seien, so etwas fertigen zu können.› Das höre ich natürlich gerne.» Er zeigt dabei ein kubisches Werkstück aus HSS-Schnellarbeitsstahl und weist mit dem Finger auf die Partie, die es «in sich» hat.

Gefertigt werden bei Hess gängige Stähle, Leichtmetalle bis hin zu hoch legierten Werkzeugstählen inklusive HSS. Werkstoffgruppen, die zum Teil schwer zu bearbeiten sind, sind Alltag in der Produktion.

Strategischer Entscheid – Wechsel auf Horizontal-BAZ

2009 haben die Verantwortlichen entschieden, konsequent auf Palettisierung inklusive Turm-Mehrfachspannung im Fräsbereich zu gehen. Man trennte sich konsequent von Vertikal-BAZ und setzte auf drei Heller-Maschinen (H2000 und MCi 16) mit horizontaler Hauptspindel, mit den entsprechenden Vorteilen für die automatisierte Fertigung.

Im Dreh-Fräs-Bereich (drei Multitask­maschinen von DMG MORI) wird ebenfalls auf automatisierte Fertigungsprozesse geachtet und auf Komplettbearbeitung gesetzt. Für die Be- und Entladung sorgen Stangenlader und Roboterentladung. Ein Drehfräszentrum für Futterteile wird ausschliesslich per Roboter be- und entladen.

Investition voll ausreizen

Kurt Hess: «Unser jüngstes Bearbeitungszentrum, die Heller H2000 inklusive Fastems-Palettensystem ist eine Millionen-Investition. Für ein 20-Mitarbeiter-Unternehmen muss so etwas sehr genau durchgerechnet sein. Eine solche Fertigungs­lösung rentiert nur, wenn Sie entsprechend anspruchsvolle Werkstücke darauf fertigen, und zwar rund um die Uhr. Rund um die Uhr heisst bei uns 24 Stunden, in der zweiten Schicht mannarm, die dritte mannlos. Hier kommt es auf ein perfektes Zusammenspiel aller Komponenten an. Die Werkzeugmaschine und das Palettiersystem inklusive Steuerung. Entscheidend für höchste Prozesssicherheit aber sind die Werkzeuge und Spannmittel. Wenn Sie hier am falschen Ort sparen, dann läuft in der dritten Schicht keine Spindel mehr. Einen frühzeitigen Werkzeugverschleiss oder Werkzeugbruch tolerieren wir nicht. Wenn es doch passiert, dann muss das ein absoluter Ausnahmefall bleiben.»

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