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Additive Fertigung

Einzigartiges Wechselspiel der Technologien

| Redakteur: Victoria Sonnenberg

Die Lasertec 65 3D ist bereits die zweite Hybridmaschine im Angebot von DMG Mori. Die Maschine eigne sich unter anderem für die hybride Komplettherstellung von Bauteilen.
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Die Lasertec 65 3D ist bereits die zweite Hybridmaschine im Angebot von DMG Mori. Die Maschine eigne sich unter anderem für die hybride Komplettherstellung von Bauteilen. (Bild: DMG Mori)

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DMG Mori setzt in der additiven Fertigung auf die integrale Kombination von lasergestütztem Materialaufbau und spanender Bearbeitung, so auch in den zukunftsweisende Hybridmaschinen Lasertec 65 3D und die Lasertec 4300 3D.

Im Bereich der additiven Fertigung differenziert sich DMG Mori von anderen Anbietern dadurch, dass der Werkzeugmaschinenhersteller das Pulverauftragsschweißen mit Laser, wie es in den Grundzügen beispielsweise im Werkzeugbau oder in der Triebwerkstechnik lange schon im Reparaturbereich eingesetzt wird.

Bei diesem Verfahren wird das Pulver durch den Laserstrahl auf das Grundmaterial aufgeschmolzen. Andere laserbasierende Verfahren der additiven Fertigung arbeiten hingegen nach dem Layerprinzip, bei dem ein Bauteil Schicht für Schicht aus Pulvermaterial aufgebaut wird.

Geringerer Pulvereinsatz

„Wir bauen auch schichtweise auf, setzen aber nur dort Pulver ein, wo es benötigt wird“, verweist Friedemann Lell, Vertriebsleiter der Sauer GmbH, auf den deutlich geringeren Pulvereinsatz. Weitere Vorteile seien der rund zehnmal schnellere Materialaufbau und die einfache Integration in bestehende Werkzeugmaschinen. Das ermöglicht die integrale Kombination von additiver und spanender Fertigung in einer Aufspannung, so dass wir den Kunden das Beste aus zwei Welten anbieten können.“

In der Praxis erlaubt diese Kombination zweier Technologien völlig neue Komplexitäten. Beispiele sieht Friedemann Lell in frei geformten Geometrieelementen im Turbinen- und Triebwerksbau sowie innen liegenden Kühlkanälen bei Spritzgießwerkzeugen: „Bei einer sequentiellen Fertigung wären viele Konturbereiche nach der additiven Fertigung nicht mehr mit einen Dreh-, Fräs- oder Schleifwerkzeug zu erreichen.“ Letztlich könne man jedes Bauteil zunächst mit dem Pulverauftragsschweißen bis zu einer gewissen Höhe aufbauen und anschließend bestimmte Bereiche spanend bearbeiten.

Mit der Lasertec 65 3D hat DMG Mori bereits seit einiger Zeit eine Hybridmaschine im Angebot, die im Grundaufbau einer klassischen Fünf-Achs-Maschine für hochpräzise Fräsoperationen bis zur Fünf-Achs-Simultanbearbeitung gleicht.

2,5 kW-Diodenlaser

Für die additive Fertigung ist sie mit einem 2,5 kW-Diodenlaser ausgerüstet. Die Maschine eignet sich damit sowohl für die hybride Komplettherstellung von Bauteilen als auch für Reparaturarbeiten sowie das Aufbringen von partiellen oder kompletten Beschichtungen beispielsweise im Werkzeug- und Formenbau.

Lasertec 4300 3D

Ab 2016 erweitert DMG Mori das Programm in der additiven Fertigung zudem um die

Lasertec 4300 3D. Diese zweite Hybridmaschine bringt neben dem Laserauftragschweißen und Fünf-Achs-Fräsen zudem die Drehbearbeitung ins Spiel, sodass nun auch rotationssymmetrische Bauteile im Hybridverfahren hergestellt werden können. Ausgestattet mit einer gespiegelten C-Achse lassen sich Werkstücke über die Gegenspindel selbst rückseitig und somit insgesamt sechsseitig komplett fertigbearbeiten. Sogar längere Werkstücke sind kein Problem, da in dem Fall der untere Werkzeugrevolver das Bauteil im Fertigungsprozess unterstützt.

Bei beiden Maschinen wird der Laser inklusive des Pulveraufbaukopfes im HSK-Werkzeughalter der Frässpindel untergebracht und bei Bedarf automatisch eingewechselt. Eine zusätzliche Besonderheit der Lasertec 4300 3D ist, dass bis zu fünf Pulveraufbauköpfe für verschiedene Operationen verfügbar sind – beispielsweise für die Innen- oder Außenbeschichtung zylindrischer Bauteile.

DMG Mori auf der Metav: Halle 16, Stand C45/2

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