16.10.2008 | Autor / Redakteur: Uwe Fröhlich / Reinhold Schäfer
Rosink setzt die Kompaktsteuerung Easycontrol ein, weil das Unternehmen mit dem Codesys-Programmiersystem bereits vertraut ist. Die Kompaktsteuerung ist gemäß internationalem Standard nach IEC 61131-3 programmierbar. Das Programmiersystem übertrifft hinsichtlich seiner Funktionalität die Standardanforderungen der EN 61131-3.
Die Kompaktsteuerung beinhaltet alle fünf Programmiersprachen nach IEC61131-3 (AWL, KOP, FBS, ST, AS) sowie den freigraphischen Funktionsplaneditor CFC (Continuous Function Chart). Rosink nutzt vorzugsweise die Programmiersprache ST (strukturierter Text).
Ein Projekt lässt sich mit der Kompaktsteuerung – auch ohne angeschlossene SPS – komplett offline simulieren. Graphische Steuerungskonfiguration, umfangreiche Dokumentationsmöglichkeiten, leistungsfähige Test- und Inbetriebnahmewerkzeuge sowie beliebige Online-Änderungen sind weitere Leistungsmerkmale. Die Fernprogrammierung ist ebenso möglich wie die Programmierung unterlagerter Steuerungen in einem Netzwerk.
Außer dem in der Kompaktsteuerung integrierten I/O-Assistant steht eine umfangreiche Toolbox zur Regelungstechnik und Bewegungssteuerung mit zahlreichen Funktionsbausteinen wie Regler, Pulsweitenmodulation, Signalverarbeitung, Simulationen und mathematische Aufgaben zur Verfügung.
Beim Rosink-Cleaner RC 850 wird ein EC4P-221-MRXD1 mit Erweiterungsgerät Easy 620 DC-TE verwendet. Über die im Gerät integrierte serielle Schnittstelle wird das Multifunktionsdisplay MFD 80-X mit MFD CP4-800 an die Kompaktsteuerung angeschlossen. An Eingängen werden 15 digitale und 1 analoger Eingang 0 bis 10 V sowie zwölf digitale Ausgänge (acht am Grund- und vier am Erweiterungsgerät) für die Automatisierungslösung benötigt.
Außer den Steuerungsaufgaben gilt es, die analogen Signale zu erfassen und zu visualisieren. Die Werte Laufzeiten, Störungen, Temperaturen, allgemeiner Funktionszustand werden sowohl am Display der Kompaktsteuerung als auch am Display des MFD angezeigt.
Die Grundeinstellungen erfolgen direkt am Gerät durch eine Fachkraft. Maschinenbediener greifen lediglich auf die freigegebenen Funktionen zu.
Die EC4P ist für ein breites Aufgabenspektrum bei Rosink anwendbar. Digitale Ein-/Ausgänge, vier integrierte Analogeingänge und mehrere Kommunikationsschnittstellen (RS232, Ethernet, Canopen, Easynet) sind bereits im Grundgerät enthalten. Über die serielle Schnittstelle ist – ohne weitere Zusätze – ein Prozessablauf protokollierbar, wahlweise über PC, OPC-Server oder Drucker.
Die Kompaktsteuerungen ermöglichen einen 24-h-Maschinenbetrieb. Die Sollwerteingabe direkt an der Steuerung über die am Gerät befindliche Tastatur und das ebenfalls am Gerät integrierte Display ersparen ein teueres externes Bediengerät. Sobald ein Kunde die Ein- oder Ausgangsebene erweitern will, kann dies über Can-Bus oder Easynet jederzeit verwirklicht werden.
Dipl.-Ing. Uwe Fröhlich ist Außendienstmitarbeiter der Moeller Electric GmbH in Neuss.
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