Siemens

Kosteneffizienz lockt Kunden

18.03.2009 | Redakteur: Reinhold Schäfer

Klaus Helmrich, CEO Division Drive: „Mit der Mehrzahl unserer neuen Antriebssysteme erreichen wir eine Amortisationszeit von weniger als 18 Monaten.“Bild: Schäfer

Siemens sieht gute Chancen, seine Marktanteile bei Industrieausrüstungen auszubauen. „Gerade bei den heutigen wirtschaftlichen Bedingungen erwarten Industrieunternehmen Lösungen für Kostensenkungen bei Investitionssicherheit. Als führender Industrieausrüster setzen wir auf Innovationen, die einen schnellen Return on Invest ermöglichen“, so Klaus Helmrich, CEO der Division Drive Technologies.

Angesichts der rückläufigen Entwicklung beim Bau von Neuanlagen gewinnen Effizienz, Flexibilität und Zuverlässigkeit der bestehenden Anlagen an Bedeutung, erläuterte Helmrich anlässlich einer Pressekonferenz im Vorlauf zur Hannover-Messe 2009 weiter. „Dabei gehen Wirtschaftlichkeit und Umweltschutz mit grünen Lösungen Hand in Hand“, sagte Jens Wegmann, CEO von Siemens Industry Solutions. „Bei verschiedenen Modernisierungsprojekten können wir damit mehr als drei Viertel der Energiekosten einsparen.“

Energieeffizienz macht wettbewerbsfähig

„Energieeinsparungen im industriellen Umfeld sind wichtige Beiträge zur Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit unserer Kunden. Sie stellen damit sicher, dass getätigte Investitionen auch nachhaltig rentabel, zukunftssicher und umweltschonend sind“, sagte Klaus Helmrich mit Hinweis auf die weltweit verschärften Effizienzvorgaben der Gesetzgeber. Rund 50% des Gesamtstromverbrauchs in entwickelten Ländern sind industrieller Natur, mehr als zwei Drittel davon werden in elektrischen Antriebssystemen verbraucht.

„Wir beziffern das globale Einsparpotenzial durch drehzahlveränderbare Antriebe und hocheffiziente Motoren auf 120 TWh“, so Helmrich. Siemens setze seinen Fokus im Industriegeschäft darauf, dass sich Investitionen der Kunden so schnell wie möglich rechnen und zwar unter Betrachtung der Gesamtheit der Kosten über den kompletten Lebenszyklus hinweg. Helmrich erläuterte: „Mit der Mehrzahl unserer neuen Antriebssysteme erreichen wir eine Amortisationszeit von weniger als 18 Monaten.“

Steuerungen tragen ebenfalls zur Energieeffizienz bei

Neben Antrieben tragen auch Steuerungssysteme zur Energieeffizienz bei. Sie sorgen dafür, dass Energie nur da verbraucht wird, wo sie auch wirklich benötigt wird. „Einzelne energieeffiziente Produkte senken zwar den Energieverbrauch durchaus beachtlich, aber erst die intelligente Kombination dieser Systeme von der Planung bis zum Betrieb im Rahmen von Totally Integrated Automation kann die Potenziale wirklich heben“, so Ralf-Michael Franke, CEO Industrial Automation Systems.

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