03.11.2009 | Redakteur: Monika Zwettler

Schneider Electric und Elau geben die Markteinführung des Automatisierungssystems Pac-Drive 3 bekannt. Das Nachfolgesystem von Pac-Drive M soll mit der durchgängig Ethernet-basierten Kommunikation auf Basis von Sercos III Engineering-Zeiten verkürzen. Außerdem folgen, wie es heißt, ein flexibles Drive-Konzept und ein integriertes Safety-System.
Wie die Unternehmen mitteilen, steht Pac-Drive seit mehr als zehn Jahren für eine Steuerungstechnik, bei der synchron fahrende Servoachsen, SPS-Funktionen und Roboter mit einer einzigen Hardware-Plattform gesteuert werden. Die offene, auf internationale Standards aufbauende Technologie sei konsequent auf eine Senkung der Komplexität in Hard- und Software ausgerichtet.
Die skalierbare Leistung der Controller wird nach oben nochmals erweitert: Die Obergrenze von bisher maximal 99 synchronisierbaren Servoachsen beziehungsweise 30 Robotern erhöht sich auf 255 Sercos-Teilnehmer beziehungsweise maximal 254 Servoachsen bei 1 ms Zykluszeit.
Zwei geplante neue Steuerungen am unteren Ende des Leistungsspektrums sollen durch eine feinere Skalierbarkeit die wirtschaftliche Attraktivität des Systems für Maschinen mit maximal 8 Servoachsen erhöhen.
Mit Sercos III ist für Pac-Drive-Applikationen erstmals eine durchgängig Ethernet-basierte Kommunikationslösung realisierbar, sowohl für die Antriebs- als auch für die Feldbus-Kommunikation. Zudem werde auch die Integration der sicherheitsgerichteten Automation in die Standard-Automation ermöglicht.
Das neue Multi-Servo-Antriebskonzept des Steuerungssystem heißt Lexium LXM 62. Wie es weiter heißt, soll es im nächsten Schritt um ISH-Servomodule – Servomotoren mit integriertem Regler und zentralem Netzteil – und durch neue Stand-alone-Servoregler der Serie Lexium LXM 52 ergänzt werden.
Bei Lexium LXM 62 sind Servoregler für jeweils eine (Single Drives) oder zwei Servoachsen (Double Drives) an zentrale Netzteile angeschlossen, die bei Bedarf auch ISH-Servomodule versorgen.
Schon ab drei Achsen sinke damit das benötigte Schaltschrankvolumen gegenüber herkömmlicher Technik, bereits bei sieben bis acht Achsen erreiche die Platzersparnis 50%. Steckbare Anschlüsse sowie die frontseitige Integration der Drives in die Netzversorgung beziehungsweise in den Zwischenkreis durch Schieber statt über Backplane sollen darüber hinaus die Montagekosten senken.
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