Studie

Automatisierungs-Branche muss mit weltweit weniger Wachstum rechnen

28.11.2009 | Redakteur: Stéphane Itasse

Insbesondere für die Anbieter von Fabrikautomatisierung werden die kommenden Jahre mager ausfallen, wie die Unternehmensberatung Roland Berger ermittelt hat. Bild: Deutsche Messe AG

Die Finanzkrise hat der stärksten Wachstumsperiode der Automatisierungsindustrie von 2004 bis 2007 mit Zuwachsraten von 9% jährlich, ein jähes Ende bereitet. Nach dem massiven Markteinbruch in Folge der Finanzkrise um etwa 18% verglichen mit 2007 wird die Branche bis 2015 nur noch um 1,5% jährlich wachsen, wie die Unternehmensberatung Roland Berger in einer Studie ermittelt hat.

Das Wachstum der etablierten Märkte wie Deutschland, den USA und Japan bewegt sich im niedrigen einstelligen Bereich, heißt es weiter. Nur in China wachse die Branche weiter mit etwa 8% jährlich: Das Land habe die USA als größter Markt abgelöst.

Prozessautomatisierung erholt sich am schnellsten

Weltweit würden zukünftig Energiewirtschaft und Öl & Gas zu den Wachstumstreibern der Branche gehören. Während der Markt für Prozessautomation schon 2012 wieder das Niveau von 2007 in 2012 erreichen werde, rechnen die Unternehmensberater für die Fertigungsautomation frühestens 2014, im besonders schwer getroffenen Fahrzeugbau sogar frühestens 2015 damit.

Während etablierte Märkte wie die USA und Japan in den vergangenen Jahren stagnierten oder sogar schrumpften, habe China mit mittleren zweistelligen Wachstumsraten weiter ein rasantes Wachstum hingelegt und werde auch in Zukunft weiter mit etwa 8% jährlich wachsen: „Das Land hat den weltweiten Einbruch abgemildert“, sagt Astrid Latzel, Projektmanagerin bei der Unternehmensberatung.

Asien wird für Automatisierer immer wichtiger

Zu den weiteren Hoffnungsträgern würden die Branchen Energiewirtschaft sowie Öl & Gas zählen. Die Stahlproduktion werde ihren Schwerpunkt in Asien haben, eine Region, die auch für die Automobilbranche neben Europa immer bedeutender werde. „Die Automatisierungsanbieter müssen ihre globale Wertschöpfungskette an den regionalen Verschiebungen in den Kundenindustrien ausrichten“, sagt Latzel. Der Maschinenbau sei neben Europa auch zunehmend in Asien präsent.

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