28.11.2009 | Redakteur: Stéphane Itasse
Energieeffizienz ist laut Dr. Martin Eisenhut, Partner im Kompetenzzentrum Engineered Products & Hightech bei der Unternehmensberatung, aktuell das beherrschende Thema sowohl in der Prozess- als auch in der Fertigungsindustrie. Sie schaffe neue Anwendungsschwerpunkte für Softwareprodukte, intelligente Steuerung, verbrauchsarme Komponenten und Service. Die Prozessautomation könne einen wichtigen Beitrag zur Steigerung der Energieeffizienz leisten.
Weitere Trends seien die Maschinensicherheit und die Informationsdurchgängigkeit. „Diese ist die Voraussetzung dafür, sämtliche Optimierungspotenziale nutzen zu können, die durch die Auswertung und Analyse von Betriebsdaten möglich sind“, sagt Eisenhut.
Nach einer langen Boomphase mit massiver Portfolio- und Kapazitätserweiterung, mussten Automatisierungsanbieter krisenbedingt drastisch ihre Kosten senken und Kapazitäten anpassen, heißt es. In der nahen Zukunft müssten sie das Geschäftsmodell jetzt nachhaltig aufstellen. Von der Ausgangspositionierung des Unternehmens würden die unterschiedlichen strategischen Wachstumspfade abhängen. Für Hersteller komplexer Komponenten könne die Lösung in Lean Products oder einer hohen Fertigungstiefe liegen, für Systemhersteller dagegen vielleicht in der Optimierung der Wertschöpfungstiefe sowie in einem Produkt-Lebenszyklus-Management.
Der Druck auf die Hersteller, sich klar zu positionieren, sei in der Krise gewachsen. Die Liste der strategischen Handlungsoptionen sei lang: Sie reiche vom Markteintritt in China über die Einführung von Lean Products, globalem Pricing bis hin zur Optimierung des globalen Produktions-Footprints.
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