05.05.2010 | Redakteur: Monika Zwettler

Rockwell Automation hat auf der Hannover-Messe 2010 den Ethernet/IP-fähigen Servoantrieb Kinetix 300 vorgestellt, der als kostengünstige Lösung für Maschinen mit wenigen Achsen ein einheitliches Kommunikationsnetzwerk für alle Steuerungsaufgaben ermöglichen soll.
Der Allen-Bradley-Servoantrieb für Ethernet/IP ermöglicht es Maschinenbauern und Endkunden jetzt, sich beim Einrichten und Inbetriebnehmen einer Servo-Lösung auf ein einziges Kommunikationsnetzwerk zu beschränken, so der Hersteller. Ab sofort kommuniziert die komplette Steuerungsplattform einschließlich der Bedienerschnittstellen, programmierbaren Automatisierungssteuerungen, E/As sowie der Achssteuerung über Standard-Ethernet/IP.
Der Servoantrieb unterstützt maximal fünf Indizierungsarten und 32 Indizes und soll sich damit unter anderem für Rundschalttische, Füll- und Verschließmaschinen sowie einfache Banderolier-, Kartonier- und Aufrichtmaschinen eignen.
Zusammen mit Motoren der Serien Allen-Bradley-MP und Allen-Bradley-TL sowie einer Steuerung vom Typ Compact-Logix L23 oder Compact-Logix L32 erhalten Maschinenbauer und Endanwender eine kosteneffiziente Steuerungslösung für Maschinen mit wenigen Achsen, die trotzdem die volle Leistungsfähigkeit der Integrated Architecture des Herstellers bietet, heißt es.
Über ein spezielles Add-on-Profil ist der Antrieb nahtlos in die RS-Logix-5000-Programmiersoftware eingebunden. Zudem werden Online-Konfigurations-Tools angeboten, sodass Maschinenbauer nicht gezwungen sind, spezielle Achssteuerungs-Software zu erlernen, zu laden oder zu pflegen.
Um das Bedienpersonal zu schützen und dessen Produktivität zu steigern, wurde der Servoantrieb mit einer sicheren Drehmomentabschaltung (Safe Torque-Off) ausgestattet. Damit können Anwender die Maschine einrichten oder reinigen, Blockierungen beseitigen oder gängige Wartungsarbeiten vornehmen, ohne dass sie die Maschine gleich komplett abschalten müssen.
Stattdessen lässt sich jetzt der Antrieb auf sichere Weise sperren, was ein schnelleres Wiederanfahren der Maschine ermöglicht und die Stillstandszeit verkürzt, führt der Hersteller aus. Abgesehen davon erfordere der Antrieb keine Eingangsschütze. Dadurch, so heißt es, vereinfacht sich das Maschinen-Design, wird weniger Platz auf der Schalttafel benötigt und die Systemkosten fallen niedriger aus.
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