27.08.2010 | Autor / Redakteur: Monika Zwettler / Monika Zwettler

Funktionen wie Not-Halt, begrenzte Geschwindigkeit oder Schutztürhaltung sind essentielle Bestandteile einer sicheren Anlage. Um den sicherheitstechnischen Aufwand zu reduzieren, liegen integrierte Lösungen im Trend. Antriebsintegrierte Sicherheit kann die Maschinenverfügbarkeit erhöhen und dabei den Aufwand reduzieren.
Ganz gleich ob Werkzeug-, Verpackungs- und Druckmaschinen oder Montage-, Handling- und Roboterapplikationen – der Schutz von Mensch, Maschine und Werkzeug genießt absolute Priorität. Die neue Maschinenrichtlinie und die aktuellen Sicherheitsnormen bringen neue Aufgaben für Hersteller und Zulieferer mit sich, zum Beispiel Risikobeurteilungen, Abschätzung der Zuverlässigkeit von Sicherheitsfunktionen und der wahrscheinlichen Ausfallzeit. Um diesen Aufwand zu reduzieren, liegt integrierte Sicherheitstechnik im Trend.
Die antriebsintegrierte Sicherheitstechnik Safety on Board von Bosch Rexroth vereint antriebs- und steuerungsbasierte Safety-Lösungen zu einem ganzheitlichen Sicherheitskonzept. Sie ist für Linearachsen mit MSK-Motoren und Servoantrieb Indra-Drive verfügbar.
In Indra-Drive-Antrieben überwachen die zertifizierten Sicherheitsfunktionen die Bewegung dort, wo sie erzeugt wird. Daher reagieren sie Unternehmensangaben zufolge innerhalb von 2 ms auf ein Ansprechen der Überwachungsfunktion. Hydraulische Vorschubachsen mit mechanischer Klemmung halten die Bewegung auch bei Stromausfall innerhalb von Millisekunden sicher an.
Integriert sind unter anderem die sicheren Funktionen abgeschaltetes Moment, Not-Halt, begrenzte Geschwindigkeit, Schutztürzuhaltung, begrenzte und überwachte Position sowie sichere Kommunikation.
In Kombination mit konfigurierbaren Linearsystemen zu einbaufertigen Achsen soll sich die Komplexität der gesamten Engineeringkette reduzieren. Zudem können komplette Achsen mit integrierter Sicherheitstechnik im Vergleich zu konventionellen Lösungen auf zahlreiche Bauteile verzichten, zum Beispiel Endschalter.
Besonders betont der Hersteller, dass die Maschinenverfügbarkeit erhöht wird; denn im Einrichtbetrieb oder bei der Störungsbeseitigung reicht es, die entsprechenden Achsen in den sicheren Zustand zu versetzen – die Anlage muss nicht komplett stillgesetzt werden.
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