27.08.2010 | Redakteur: Stéphane Itasse

Die deutsche Elektroindustrie erhöht ihre Wachstumsprognose für 2010. Statt der bislang erwarteten 5% sagt der Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (ZVEI) jetzt einen Anstieg der deutschen Elektroproduktion um 8% vorher. Wesentliche Antriebskraft für die Erholung sind die Exporte der Elektroindustrie, wie der Verband am Freitag mitteilt.
„Nachdem der Branchenumsatz 2009 um ein Fünftel von 182 Mrd. auf 145 Mrd. Euro gesunken ist, nähert er sich in diesem Jahr wieder der Marke von 160 Mrd. Euro“, sagt der Vorsitzende der ZVEI-Geschäftsführung, Dr. Klaus Mittelbach. „Wenn das jetzige Tempo anhält, dürfte damit Ende 2010 bereits ein Drittel des letztjährigen Verlustes aufgeholt sein“. Die vollständige Rückkehr auf das Vorkrisen-Niveau könnte so deutlich schneller vollzogen sein als die bisher geschätzten sieben Jahre.
Ein wesentlicher Treiber ist der starke Export, der sich im ersten Halbjahr deutlich kräftiger als erwartet erholt hat. „Die Elektroausfuhren lagen im Juni erstmals wieder höher als vor der Krise“, sagte Dr. Mittelbach. Die Kapazitätsauslastung der Elektrounternehmen ist im Juli auf 86% gestiegen und liegt wieder über dem langjährigen Durchschnitt von 83%.
Die Zahl der Kurzarbeiter ist von 156000 beim Höhepunkt der Krise auf zuletzt 58000 gesunken und dürfte sich bis Ende des Jahres weiter deutlich reduzieren. Das Geschäftsklima in der Elektroindustrie ist derzeit so gut wie seit Sommer 2007 nicht mehr, heißt es in der Mitteilung des ZVEI.
Strukturelle Wachstumsimpulse erwartet die Elektroindustrie insbesondere durch:
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