Generative Verfahren

Fraunhofer-Sonderschau auf der Motek 2010 zeigt generative Techniken in der Automatisierung

08.09.2010 | Redakteur: Monika Zwettler

Generative Fertigungstechniken in der Automatisierung stehen im Mittelpunkt der Sonderschau, die vom Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA koordiniert wird. Bild: Fraunhofer

Wesentliche Teile einer Fertigungskette – von Modellen und Prototypen über Werkzeuge bis hin zu Endprodukten – können heute direkt und schichtweise 3D-CAD-basiert hergestellt werden. Anwendungsgebiete dieser neuartigen Fertigungstechnik werden von Herstellern und Anwendern auf der vom Fraunhofer-IPA koordinierten Sonderschau vorgestellt.

Gestiegene Kundenanforderungen an zunehmend individualisierte Produkte sowie kürzere Produktlebenszyklen bei sinkenden Preisen erfordern ein Umdenken in der Handhabung, der Montage und der Automatisierung. Mit generativen Fertigungstechniken wird eine flexible Anpassung an die Kundenspezifikationen und damit eine kostengünstige Herstellung differenzierter Automatisierungsprodukte möglich.

Geringes Gewicht erhöht Handhabungsgeschwindigkeit

Ohne geometrische Beschränkungen kann frei nach den Produkt- beziehungsweise Prozessanforderungen konstruiert werden. Die Ausnutzung der neu gewonnenen Freiheiten in der Konstruktion ermöglicht zusätzlich die Einsparung von Bauteilen. Mit dem geringeren Gewicht werden eine erhöhte Nutzlast oder eine erhöhte Handhabungsgeschwindigkeit möglich. Das gefertigte Bauteil wiegt lediglich einen Bruchteil konventionell hergestellter Produkte.

Im industriellen Umfeld eignen sich die Bauteile vor allem als Werkzeuge an und für Industrieroboter. Das zeigen das Fraunhofer- IPA und das Unternehmen Robomotion mit Greifermodulen an einem Robotermodell des Herstellers ABB Automation. Robomotion ist Spezialist für den Einsatz von Robotern in der Handhabung. Ganz individuell und nach Kundenwunsch werden dabei Greifer von der Konzeption bis zur Übernahme geplant und wirtschaftlich umgesetzt. WS Engineering bietet kundenorientierte Konzeption, Überführung zur Serie und Herstellung von Prototypen an. Auf der Motek präsentiert das Unternehmen ein ultraleichtes pneumatisches Roboterauslenksystem, das höchste Komplexität mit minimalem Gewicht auf kleinstem Raum vereint.

Direkter Einsatz von Polyamid-Lasersinter-Bauteilen im Sondermaschinenbau

Die revolutionären Möglichkeiten der Schichtbautechniken aufzuzeigen und dieses als Fertigungsverfahren für komplexe Kleinserien zu etablieren, ist auch Ziel von Kuhn-Stoff. Seit 2005 setzt das Unternehmen mit seinen Kunden Polyamid-Lasersinter-Bauteile direkt vor allem im Sondermaschinenbau ein.

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