Handhabungstechnik

Motion Controller vereint Achs- und Robotiksteuerung

09.09.2010 | Redakteur: Monika Zwettler

Der Motion Controller Movi-PLC mit integrierten Robotikfunktionen vereinfacht komplizierte Bewegungen. Bild: SEW-Eurodrive

Ob Sechs-Achs- oder Scara-Roboter, ob Linearportal oder Tripod – mit dem Motion Controller Movi-PLC lassen sich laut SEW-Eurodrive unterschiedlichste Handlingeinheiten und Produktionsmaschinen

Ob Sechs-Achs- oder Scara-Roboter, ob Linearportal oder Tripod – mit dem Motion Controller Movi-PLC lassen sich laut SEW-Eurodrive unterschiedlichste Handlingeinheiten und Produktionsmaschinen steuern.

Als Basis dient ein Programmmodul, das alle Grund- und Technologiefunktionen der Achsmodule vereint. Weil dieses Programmmodul eine Auswahl gebräuchlicher Roboterkinematiken beinhaltet, müssten nur die konstruktiven Mechanikdaten des Handlinggeräts konfiguriert werden.

Bahnbewegungen, beispielsweise von Handlingeinrichtungen, lassen sich mit herkömmlichen Mitteln durch die sequenzielle Kombination von Einzelachsbewegungen realisieren. Wenn jedoch Kollisionsgefahr besteht oder die Taktzeit zu optimieren ist, bietet sich der Einsatz einer leistungsfähigen Bahnsteuerung an.

Bewegungssteuerung für unterschiedlichste Kinematiken

Der Motion Controller Movi-PLC, den SEW-Eurodrive auf der Motek 2010 zeigt, soll sich als innovative Bewegungssteuerung für unterschiedlichste Kinematiken eignen, die sich nach Anzahl, Anordnung sowie Typ der Achsen und somit der Form des Arbeitsraums unterscheiden.

Als Basis des IEC-Programms dient das Programmmodul Axis-Group-Control-Kinematics für Bahninterpolation. Es vereint den Angaben zufolge alle Funktionen der Achsmodule wie Referenzfahrt, Tippbetrieb oder Achspositionierung und erweitert sie um Robotik-Betriebsarten wie kartesisches Tippen und den klassischen Continuous-Path-Modus für das Ausführen von Bahnbewegungen.

Mit dem SRL-Interpreter (SEW Robot Language) lassen sich komplette Bewegungsprogramme bei Nutzung des integrierten Tipp- und Teachbetriebs auch am DOP (Drive Operator Panel) oder jede über OPC angebundene Visualisierung erstellen und modifizieren, sodass in diesem Fall keine IEC-Programmierung erforderlich sei.

Feldbus-Schnittstelle macht Standardfunktionalität des Programmmoduls verfügbar

Die Standardfunktionalität des Programmmoduls wird über die Feldbus-Schnittstelle mittels Prozessdaten der überlagerten SPS zur Verfügung gestellt, die die Funktion des Handlinggeräts oder der Produktionsmaschine steuert.

Die Inbetriebnahme einer neuen Kinematik sowie die Erstellung des Bewegungsprogramms werden Herstellerangaben zufolge wesentlich erleichtert durch die in die Engineeringsoftware integrierte 3D-Simulation. Dabei passen sich die 3D-Modelle automatisch an die konfigurierten Werte an und zeigen zusätzlich die Nullpunkte und Bewegungsrichtungen der Achsen an.

Durch das Programmmodul mit integrierter Robotik wird die Steuerung von Bahnbewegungen so einfach wie klassische Einzelachspositionierungen, heißt es. Die Kombination von Robotik und Motion Control auf einem System biete durch die höhere Durchgängigkeit der Informationen neue Ansatzpunkte, applikative Aufgabenstellungen zu lösen.

SEW-Eurodrive GmbH & Co. KG auf der Motek 2010: Halle 9, Stand 9220

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