08.11.2010 | Redakteur: Jürgen Schreier
Die Kölner Igus GmbH hat ihr Testlabor für Energieketten und Leitungen auf 1030 m² vergrößert. An über 70 verschiedenen Prüfständen werden permanent neue Standardprodukte und kundenspezifische Energieketten getestet. Ein Dauertext über neuneinhalb Jahre wurde jetzt beendet.
Viele Prüfstände des Labors werden dabei selbst konstruiert und gebaut, da sie hoch testspezifisch sind. Das Testlabor-Spektrum reicht von Klimaschrank, Tiefkühlcontainer und reflexionsarmen Schallmessraum, Tests an Sechsachs-Robotern und weiteren Torsionsmaschinen über Prüfstände für dynamische Simulationen (Biegewechsel) bis hin zu Außentestanlagen für lange Energieketten-Verfahrwege.
Jahr für Jahr führt Igus im firmeneigenen Technikum mehr als 10000 Versuche durch, Tendenz steigend. Neben 7500 Tests mit Polymergleitlagern, -gelenklagern, -kugellagern und Lineargleitlagern sind das rund 3000 Energiekettentests zuzüglich 400 Leitungstests (1000 verschiedene Typen).
Schwerpunkte der aufwändigen Versuche sind Lebensdauer, Zug- und Schubkräfte, Reibwerte, Verschleiß, Antriebskräfte/Energieeffizienz und Abrieb unter verschiedensten Geschwindigkeiten und Belastungen sowie Faktoren wie Schmutz, Witterung, Kälte oder auch Stöße und Schläge. Ziel ist es, die Anwendungsgrenzen ständig weiter nach oben zu verschieben.
Vor kurzem wurde ein Dauertest abgeschlossen, der über neuneinhalb Jahre lief. 270 Mio. Doppelhübe wurden dabei nachgewiesen. Insgesamt fließen jährlich rund 9000 Testergebnisse in die elektronischen Datenbänke. Überdies lässt Igus zahlreiche Produkte durch unabhängige Stellen auf ausgewählte Eigenschaften (Reinraumtauglichkeit, Geräuschemissionen, ESD, Explosionsschutz) hin überprüfen und zertifizieren (Fraunhofer-Institute, TÜV).
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