Bosch Rexroth

Zweistelliges Umsatzwachstum für die nächsten Jahre

22.11.2010 | Autor / Redakteur: Reinhold Schäfer / Reinhold Schäfer

Das Automatisierungsunternehmen Bosch Rexroth hat im vergangenen Jahr mehr als 30% seines Umsatzes eingebüßt. Wir sprachen mit Dr. Karl Tragl, der seit dem 1. Juli das Unternehmen als Vorstandsvorsitzender führt, über seine Planungen und Erwartungen.

Der VDMA hat für dieses Jahr in der Branche Robotik und Automation einen Zuwachs von 14% vorausgesagt. Wie knüpft Bosch Rexroth an diese Zahlen an?

Tragl: Bei aller Freude und auch bei einem guten Ausblick, den die Märkte derzeit zeigen, sind die Risiken immer noch weltweit vorhanden. Sie kommen insbesondere aus dem Finanzsektor. Für einige Grundprobleme der Finanzkrise sind die Lösungen noch nicht gefunden. Da jedoch die Auswüchse deutlich zurückgefahren sind, bin ich optimistisch, dass wir jetzt von einer dauerhaften Erholung sprechen können, auch wenn diese sicherlich nicht so geradlinig verlaufen wird, wie in den letzten vier oder fünf Jahren.

Mit welchem Wachstum rechnen Sie für Bosch Rexroth?

Tragl: Wir sehen seit Frühsommer eine deutliche Belebung in Auftragseingang und Umsatz. Wir haben an vielen Stellen sehr gute Auslastungen, obwohl wir insgesamt das Vorkrisenniveau von 2007/2008 damit noch nicht erreicht haben.

Die letzten eineinhalb Jahre haben wir dazu genutzt, uns noch besser aufzustellen, den Wandel aktiv zu gestalten und die Innovations-Pipeline zu füllen. Ich sehe positiv in die Zukunft und bin fest davon überzeugt, dass wir die nächsten Jahre zweistellige Wachstumsraten hinlegen werden.

Sie haben einmal davon gesprochen, dass sich die Gewichte in Regionen, Branchen und Produktsegmenten verlagert haben. Wie äußert sich das im Detail?

Tragl: In der Branche entsteht regional eine Welt der zwei Wachstumsgeschwindigkeiten. Zum einen gibt es die klassischen Wachstumsmärkte wie Brasilien, Indien oder China, die sehr gut durch die Krise gekommen sind und steil wachsen. Unsere Geschäftsmodelle müssen dazu passen, um dieses Wachstum maximal zu unterstützen und daran zu partizipieren.

Zum anderen gibt es die etablierten Märkte, die langsamer wachsen und auf denen man mit anderen Geschäftsmodellen, nämlich mit Marktanteilsgewinnen und Innovationen wachsen kann. Die unterschiedlichen Geschäftsmodelle erfordern ein unterschiedliches Vorgehen auf diesen Märkten.

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