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Italiens Werkzeugmaschinenbau schafft die Trendwende

17.01.11 | Redakteur: Stéphane Itasse

Ucimu-Präsident Giancarlo Losma erwartet für 2011 nur eine matte Erholung. (Bild: MM-Archiv)
Ucimu-Präsident Giancarlo Losma erwartet für 2011 nur eine matte Erholung. (Bild: MM-Archiv)

Die italienischen Hersteller von Werkzeugmaschinen, Robotern und Automation haben 2010 die Trendwende geschafft. Im Vergleich zu 2009 wuchs die Produktion um 3,3% auf 4,23 Mrd. Euro, wie der Verband Ucimu – Sistemi per Produrre mitteilt. Die Erholung bleibt allerdings mühsam.

Mit diesem Wachstum konnten die italienischen Hersteller gerade einmal ein Zehntel des 30%-Einbruchs aus dem Jahr 2009 wieder aufholen, wie Ucimu weiter mitteilt. Dies sei Ausdruck der Lethargie, die rund zwei Jahre lang so gut wie alle Märkte ohne Unterschied befallen hatte.

China wird Italiens wichtigster Werkzeugmaschinen-Exportmarkt

Der Export italienischer Werkzeugmaschinen stieg 2010 um 3,1% auf 2,6 Mrd. Euro, wie Ucimu anhand von Daten des italienischen Statistikamtes Istat weiter mitteilt. Der Auswertung von Istat-Daten zu den ersten neun Monaten 2010 durch das Studienzentrum von Ucimu zufolge war der Absatzmarkt Nummer eins für das italienische Branchenangebot China, das damit Deutschland vom Podest gestoßen hat. Es folgen die USA auf Rang drei, dann Frankreich, Indien, Russland, Iran, Brasilien, Spanien und Polen.

Mit einem Zuwachs um 13,3% gegenüber dem Zeitraum Januar bis September 2009 stieg der Absatz italienischer Werkzeugmaschinen in China auf einen Wert von über 270 Mio. Euro; China nehme heute 15,9% des italienischen Branchenexports ab. Im Gegensatz zur rückläufigen Entwicklung auf den traditionellen Absatzmärkten des „Made in Italy“ wie Deutschland, den USA und Frankreich konnten die italienischen Hersteller ein Absatzwachstum in Indien (+83,8%), Russland (+16,4%), Iran (+312,5%) und Brasilien (+47,7%) verzeichnen.

Abschreibungsregelungen kurbeln Werkzeugmaschinen-Absatz in Italien an

Im Inland stieg der Verbrauch um 6,5% auf 2,49 Mrd. Euro, der in der ersten Jahreshälfte von der Tremonti-Ter-Regelung angeregt und getragen wurde. Die italienischen Hersteller profitierten von der Erholung der Nachfrage, der Inlandsabsatz legte um 3,8% auf 1,63 Mrd. Euro zu. Auch der Import registrierte einen Zuwachs (+12,1%), der absolute Wert sei aber noch sehr niedrig. Die Exportquote blieb stabil bei 61,6%.

Für 2011 sieht Ucimu nur eine matte Erholung. Die Produktion soll im Vergleich zu 2010 um 9% auf 4,61 Mrd. Euro steigen. Beim Export erwarten die Hersteller von Werkzeugmaschinen, Robotern und Automation ein Plus von 7,1% auf 2,79 Mrd. Euro.

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