Risikobeurteilung

VDW beklagt Verunsicherung bei der Risikobeurteilung

24.02.11 | Redakteur: Reinhold Schäfer

Heinrich Mödden vom VDW kritisiert das Auseinanderklaffen von Theorie und Praxis der Risikobeurteilung. (Bild: Schäfer)
Heinrich Mödden vom VDW kritisiert das Auseinanderklaffen von Theorie und Praxis der Risikobeurteilung. (Bild: Schäfer)

„In der komprimierten Risikobeurteilung nach Anhang A der ISO 13849-1 zeigt sich eine deutliche Schwäche, weil Theorie und Praxis bei den Soll- und Istwerten PLr und PL ganz plötzlich nicht mehr zusammenpassen“, klagte Heinrich Mödden, beim VDW in Frankfurt am Main zuständig für Maschinensicherheit, anlässlich einer Presseveranstaltung von Sick und Bosch Rexroth.

Denn Unfälle durch funktionales Versagen der Werkzeug- und Werkstückspannung habe es kaum gegeben. Außerdem seien die Unfallzahlen bei Werkzeugmaschinen in den vergangenen zehn Jahren gesunken.

Forderung nach Restrisiko-Festlegung verunsichert Konstrukteure und Kunden

Trotzdem fordere die Berufsgenossenschaft weiterhin das Festlegen eines einheitlichen quantifizierbaren maximal zulässigen Restrisikos. „Dadurch ist eine erhebliche Verunsicherung bei Konstrukteuren und Kunden und auch innerhalb der Normungsgremien entstanden“, so Mödden.

Deshalb gebe es vom VDW einen eigenen Vorschlag einer einheitlichen Risikobeurteilung. Sie enthält eine „Risikominderungsmatrix“ zur Definition von realistischen PLr-Werten, mit der Soll- und Istwerte wieder zusammenpassen sollen.

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