19.07.11 | Redakteur: Stéphane Itasse

Die Fertigung der Weidmüller Interface GmbH & Co. KG, Detmold, dient als Beispiel für eine besonders effiziente Organisation. Aus diesem Grund hat das Kaizen-Institut den Hersteller elektrischer Verbindungstechnik nach einer strengen Überprüfung erneut ausgezeichnet, wie Weidmüller mitteilt.
Kaizen ist Japanisch und bedeutet so viel wie „Veränderung zum Besseren“. In der Unternehmenswelt steht der Begriff für einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess in Produktions- und Dienstleistungsbereichen. Das Kaizen-Institut als Beratungsunternehmen begutachtet in einem jährlichen Audit die Fertigung von Weidmüller und vergibt für die Besten der Besten das Gütesiegel „5A Best in Class“.
5A ist eine der Grundlagen des Kaizen-Prinzips und steht für:
Bei den Begehungen ist dabei vor Auditor Mirko Reiher und seinen Kollegen nichts sicher, wie Weidmüller berichtet: Gnadenlos wird jede Schublade geöffnet, jede Maschine und jeder Aushang begutachtet. Bereits zum vierten Mal überprüfte er im Januar die Fortschritte der Fertigung bei Weidmüller.
Mit hervorragendem Ergebnis: „Weidmüller ist in der exzellenten Produktion ein Vorreiter“, lobt Reiher. Nicht nur würden die bestehenden Verbesserungen eingehalten und stetig weiterentwickelt – der Wille und auch der Spaß an Verbesserungen sei zum Teil der Kultur geworden. Alle Mitarbeiter arbeiteten daran mit, ihren eigenen Bereich besser zu machen und Verschwendungen stetig zu eliminieren. „Nur so erreicht und hält man Weltklasse-Niveau“, meint der Kaizen-Berater.
Ralf Hoppe, Geschäftsführer bei Weidmüller, erklärt: „Wir haben ein hauseigenes Produktionssystem aufgebaut, das viele Aspekte des Kaizen-Ansatzes beinhaltet. Gemeinsam arbeiten wir kontinuierlich an der Verbesserung unserer Prozesse für mehr Flexibilität, Kapazitäten und Effizienz.“
Die Verbesserungen umfassen dabei beispielsweise Ordnung am Arbeitsplatz: Jedes Werkzeug hat einen angestammten Platz und kann mit einem Handgriff gefunden werden. Aber auch gesamte Arbeitsplätze und Prozesse werden nach arbeitssystemgestalterischen Kriterien und Effizienz überarbeitet
„Oberstes Gebot ist bei uns die Beteiligung der Mitarbeiter, beispielsweise durch Workshops. Schließlich kennen sie ihren Arbeitsplatz und wissen, wo es noch hakt oder etwas noch runder laufen könnte", erläutert Jochen Sturm, der bei Weidmüller für das Produktionssystem zuständig ist.
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