28.07.11 | Redakteur: Stéphane Itasse
Die Exporte der deutschen Elektroindustrie bleiben auf Rekordkurs. Im Mai 2011 beliefen sich die Ausfuhren auf insgesamt 13 Mrd. Euro, wie der ZVEI in Frankfurt am Main mitteilt. Die Unternehmen werden angesichts der globalen Lage jedoch allmählich pessimistischer.
„Dies war der höchste Ausfuhrwert, der jemals in einem Mai erreicht wurde“, sagte ZVEI-Chefvolkswirt Dr. Andreas Gontermann. „Die Branchenausfuhren lagen damit noch einmal 16% über ihrem entsprechenden Vorjahreswert.“ In den ersten fünf Monaten dieses Jahres stiegen die Elektroexporte um 14% gegenüber Vorjahr auf 62 Mrd. Euro und haben damit ebenfalls einen neuen Rekord aufgestellt.
Bedingt durch die nicht gelösten Schuldenprobleme in der Eurozone – aber auch in den USA – haben sich die Exporterwartungen der Elektrounternehmen im Juli abgeschwächt. Der Saldo aus guten und schlechten Beurteilungen sank von 18 auf 11%. „Er bleibt aber weiter oberhalb der Expansionsschwelle“, sagte Gontermann.
Im Mai sowie auch kumuliert von Januar bis Mai 2011 haben vor allem die deutschen Elektroexporte nach China (plus 37% beziehungsweise plus 28% im Vergleich zum Vorjahr), aber auch die Ausfuhren in die USA (plus 31% beziehungsweise plus 26%) überdurchschnittlich zugenommen. Beide Länder nehmen jeweils 7% der gesamten Branchenexporte auf.
Die Importe elektrotechnischer und elektronischer Erzeugnisse nach Deutschland sind im Mai lediglich um 1% im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Ausschlaggebend hierfür war insbesondere ein Rückgang der Einfuhren aus Südostasien um 6%. 45% aller deutschen Elektroimporte kommen aus dieser Region. „Von Januar bis Mai übertrafen die gesamten Einfuhren ihr Vorjahreslevel aber noch um 8%“, erläuterte Gontermann.
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