Frost&Sullivan-Studie

Europas Markt für Automatisierungssysteme vor der Sättigung?

18.11.11 | Redakteur: Jürgen Schreier

Gehört in der drahtlos vernetzten Fabrik der Zukunft womöglich der Vergangenheit an: die Leitwarte. (Bild: Siemens)
Gehört in der drahtlos vernetzten Fabrik der Zukunft womöglich der Vergangenheit an: die Leitwarte. (Bild: Siemens)

Die Industrieautomatisierung befindet sich nach Einschätzung von Frost & Sullivan. an einem Scheideweg. Alle wichtigen Anbieter industrieller Automatisierungstechnik seien sich darüber einig, dass das Produktportfolio von Automatisierungs- und Steuerungssystemen demnächst entweder direkt oder indirekt den Sättigungsgrad erreichen wird, teilt das Marktforschungsunternehmen mit.

Unterstützt werde diese Entwicklung durch den Trend zu einer enger werdenden Produktdefinition zwischen einzelnen Automatisierungs- und Steuerungsl - vor allem bei speicherprogrammierbaren Steuerung (SPS) und in der Prozessleittechnik (DCS) .

Chancen für hybride Produkte

Optimistischen Schätzungen zufolge soll der europäische Markt für Prozessleittechnik und speicherprogrammierbare Steuerungen bis zum Jahr 2017 auf rund 8,9 Mrd. Dollar anwachsen.

„Anbieter bringen zurzeit hybride Produkte auf den Markt, bei denen die Funktionen von SPS und DCS kombiniert werden, um dem hohen Wettbewerbsdruck standhalten zu können und das Interesse von Endverbrauchern zu wecken“, erläutert Karthik Sundaram, Senior Research Analyst von Frost & Sullivan.

„Trotz ihrer wirtschaftlichen Vorteile, hat das Aufkommen derartiger Produkte die Wahrnehmung durch die Endverbraucher erheblich getrübt und es bleibt abzuwarten, ob diese technische Strategie die erhofften Ergebnisse nach sich ziehen wird.“

Bedarf an globalisiertem Service und Support nimmt zu

Klar ersichtlich sei, dass sich die Einflussfaktoren, die den Markt für Automatisierungs- und Steuerungssysteme traditionell bestimmen, im Wandel befinden. Zurzeit übt das Produktportfolio eines Unternehmens den stärksten Einfluss im Markt aus, knapp gefolgt von Service und Support sowie kostenrelevanten Überlegungen. Dies dürfte sich jedoch ändern.

„Die Betonung des Produktportfolios der Industrieautomatisierung wird voraussichtlich in den nächsten Jahren abnehmen“, erklärt Sundaram. “Der Bedarf an globalisiertem Service und Support dürfte hingegen, zusammen mit den Kostenfaktoren, an Bedeutung gewinnen.”

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