Smart Factory

Industrie 4.0 - die Revolution in den Fabrikhallen hat schon begonnen

10.08.12 | Redakteur: Jürgen Schreier

Die Fabrik per Handy-App steuern: faktisch geht das schon...
Die Fabrik per Handy-App steuern: faktisch geht das schon... (Bild: Fraunhofer-IAO)

Die deutsche Industrie, allen voran die Unternehmen der Metall- und Elektro-Industrie, stehen vor einem radikalen Wechsel hin zu einer dezentralen und interaktiven Steuerung in der Produktion. Das Schlagwort heißt Industrie 4.0 und wird in Fachkreisen bereits jetzt als die vierte industrielle Revolution angesehen. Wie sich dabei die Rollen von Mensch und Maschine entwickeln, untersucht das Fraunhofer-Institut in Stuttgart

In der deutschen Industrie geschieht Großes. Von radikalen Veränderungen, ja von einem grundlegenden Paradigmenwechsel, ist die Rede. Nach Mechanisierung, Industrialisierung und Automatisierung, stehen wir nach Meinung vieler Experten jetzt vor der vierten industriellen Revolution – der Industrie 4.0.

Dahinter "verbirgt" sich die Verschmelzung von virtueller und realer Produktionswelt: Die bisherige zentrale Steuerung wird durch eine dezentrale internetbasierte ersetzt. Das Ausgangsmaterial des Produkts steuert den Prozess und sagt beispielsweise den Maschinen, wie es bearbeitet werden will. Diese Revolution vollzieht sich schleichend und ist in ersten Ansätzen bereits Teil des industriellen Alltags.

Smart Factory - die Fabrik beginnt zu denken

In der Automobilindustrie beispielsweise werden seit einiger Zeit die Karossen in der Montage mit Transpondern versehen. Die beinhalten Informationen über die Karosserie und das, was während der Produktion passieren soll. Die Transponder kommunizieren mit den Maschinen und den Mitarbeitern am Band.

Beide, Mensch und Maschine, lesen Informationen aus beziehungsweise ein, so dass am Ende der Montage all das gemacht und belegt wurde, was auf dem Transponder an Modelldetails vorgegeben war. Im Maschinenbau sind solche eingebetteten Systeme ebenfalls weit verbreitet.

„In der vierten industriellen Revolution“, sagt Prof. Thomas Bauernhansl vom Fraunhofer-Institut für Fabrikbetrieb und Automatisierung in Stuttgart, „steht die Smart Factory im Mittelpunkt. Dort werden alle Technologien eingesetzt, die aus der Informations- und Kommunikationstechnologie, aber auch aus dem Maschinenbau kommen.“

Inhalt des Artikels:

»1 »2 »3 »4 nächste Seite

Kommentar zu diesem Artikel abgeben

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 35037390) | Fotos: Fraunhofer-IAO