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Hannover-Messe 2013

Neue Energiesparlampe – superhell und quecksilberfrei

| Redakteur: Stefanie Michel

Forscher entwickeln quecksilberfreie Füllung für die Kompaktleuchtstofflampen

Aufgrund der neuen Bauteile ist es möglich, die bisher verwendeten Ansteuerelektroden außerhalb des Lampenkolbens zu platzieren. Dieses Gerät ist der Beitrag der Aachener Forschergruppe, während die Karlsruher Wissenschaftler für die quecksilberfreie Füllung, die Leuchtstoff- und Innenbeschichtung sowie die Geometrie der innovativen Lampe verantwortlich zeichnen. Die Leuchtstoffschicht sorgt dafür, dass Ultraviolettstrahlung in sichtbares Licht umgewandelt wird; die Innenbeschichtung verhindert, dass Füllstoffe in den Glaskolben diffundieren. Durch die neue Geometrie ist darüber hinaus eine gleichmäßige Temperaturverteilung und Leistungszuführung möglich.

Für die neue Energiesparlampe hat das KIT-Team der Abteilung „Licht- und Plasmatechnologien“ die passende Kombination von metallhaltigen Verbindungen gefunden, die das Quecksilber ersetzen kann. Es handelt sich dabei um Iod- und Bromhalogenide verschiedener Metalle. In einem ersten Prototyp waren bei einer netzseitigen Leistungsaufnahme von 19 W bereits weniger als 10 µg Quecksilber pro Lampe erforderlich, um etwa 840 lm Lichtstrom zu erzeugen. Das entspricht einer effektiven Lichtausbeute von 45 lm W-1 und damit einer herkömmlichen Glühlampe von 75 W Leistung. „Inzwischen sind wir beim Quecksilbergehalt unterhalb der Nachweisgrenze. Durch Verbesserungen beim Halbleiterverstärker wollen wir die Lichtausbeute auf 60 lm W-1 erhöhen und sind sehr zuversichtlich, dass wir das schaffen“, erläutert Kling.

Quecksilberfreie Kompaktleuchtstofflampen vielleicht in einem Jahr bereits erhältlich

Auf der Research & Technology 2013 in Halle 2 wird ein Prototyp der neuen Lampe präsentiert. Währenddessen gehen die Verhandlungen mit verschiedenen global agierenden Lampenherstellern mit Hochdruck weiter. „Das Interesse ist unter anderem auch bei europäischen Unternehmen sehr groß. Wir hoffen, dass in einem Jahr schon erste Produkte auf dem Markt sein werden“, so Kling. Die Preise sollen vergleichbar mit denen von Kompaktleuchtstofflampen sein, das heißt, die Verkaufspreise dürften sich je nach Leistung zwischen 6 und 10 Euro einpendeln.

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