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Industrie 4.0

Produkte und Produktion werden intelligent und kommunizieren

| Autor: Stefanie Michel

(Bild: Weidmüller)

Die deutsche Industrie muss auch in Zukunft wettbewerbsfähig bleiben. Einen Weg beschreibt die Vision von Industrie 4.0, die die komplette Produktion „revolutionieren“ soll. Eine solche Produktion basiert auf intelligenten technischen Systemen sowie der Vernetzung und Kommunikation in der Fabrik.

Eine Karosserie, die dem Roboter sagen kann, wo er bitte die Schweißpunkte setzen soll; Messsysteme, die Kennwerte der produzierten Teile aufnehmen und an eine Steuerung zur Selbstoptimierung der Maschine weitergeben: Diese und ähnliche Ideen sind längst keine Utopien mehr, sondern Elemente der Vision Industrie 4.0.

Live-Webcast mit Dr. Jochen Köckler, Vorstandsmitglied der Deutschen Messe, zum Thema „Integrated Industry“

Was hinter diesem Begriff steht, soll die komplette industrielle Produktion verändern. Prof. Dr. Dr. Wolfgang Wahlster, Leiter des Deutschen Forschungszentrum für künstliche Intelligenz (DFKI): „Die vierte industrielle Revolution ist eine Revolution, die die ganze Produktion umkrempeln wird, denn jetzt hält das Internet Einzug in die Fabriken. Aber das Wichtigste ist ein ganz neues Produktionssteuerungsprinzip, bei dem der Rohling sagt, wo es lang geht, wie er produziert werden will.“

Leitanbieter als auch Leitanwender im Bereich Industrie 4.0 werden

Eine solche neue Art der Produktion basiert auf intelligenten technischen Systemen – einem Kernfeld der Automatisierung. Die industrielle Produktion ist für Deutschland sehr bedeutend, denn darauf basiert zum Großteil die erfolgreiche Wirtschaft. Doch die weltweite Konkurrenz ist groß und vor allem schnell, sodass die deutsche Industrie handeln muss, um effizienter, ressourcenschonender, hochwertiger und dennoch preisgünstiger zu fertigen. Der Standort Deutschland muss also in Zukunft wettbewerbsfähig bleiben und damit auch die Automatisierungstechnik. „Wir wollen sowohl Leitanbieter als auch Leitanwender werden im Bereich Industrie 4.0, denn beides ist für unsere Unternehmen entscheidend“, erklärt Roland Bent, Geschäftsführer von Phoenix Contact, das Engagement der Automatisierer.

Deshalb haben sich beispielsweise zahlreiche Unternehmen und Forschungseinrichtungen aus dem Raum Ostwestfalen-Lippe im Spitzencluster „it's OWL“ zusammengeschlossen, darunter Lenze, Claas, Beckhoff, Weidmüller, Phoenix Contact, Harting und Wago. Im Rahmen dieser Strategie befassen sich die Forschungseinrichtungen mit sogenannten Querschnittsprojekten, die die Grundlagen für die Realisierung intelligenter technischer Systeme liefern sollen. So untersucht beispielsweise ein Forschungsprojekt Verfahren zur Selbstoptimierung. ein anderes befasst sich mit Methoden Mensch-Maschine-Interaktion, wie virtuelle Realität und interaktive Robotik. Auch intelligente Vernetzung, Energieeffizienz und Systems Engineering sind Forschungsschwerpunkte. Auf dieser Basis entwickeln schließlich die beteiligten Unternehmen marktfähige Produkte und Produktionssysteme.

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