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Italiens Werkzeugmaschinenbau stellt sich auf Abschwung ein

| Redakteur: Stéphane Itasse

Für Ucimu-Präsident Luigi Galdabini ist der italienische Werkzeugmaschinenmarkt in einer ernsten Situation.
Für Ucimu-Präsident Luigi Galdabini ist der italienische Werkzeugmaschinenmarkt in einer ernsten Situation. (Bild: Ucimu)

Mit einem Produktionsplus von 1,3 % auf 4,826 Mrd. Euro blicken die italienischen Hersteller von Werkzeugmaschinen, Robotern und Automationssystemen auf das Jahr 2012 zurück, wie der Verband Ucimu - Sistemi per Produrre mitteilt. Dennoch driften Ausfuhren und Inlandsnachfrage so stark auseinander, dass sich Ucimu-Präsident Luigi Galdabini besorgt zeigt.

Die Exporte der italienischen Hersteller erreichten laut Verbandsmitteilung mit einem Plus von 11,1 % den Rekordwert von 3,621 Mrd. Euro. Ganz anders sah es auf dem italienischen Markt aus: Der Konsum ging um 18,1 % auf 2,089 Mrd. Euro zurück, was sich in den Lieferaufträgen der inländischen Hersteller mit einem Rückgang um 19,7 % auf 1,205 Mrd. Euro niederschlug. Die Importe sanken um 15,7 %, auf 884 Mio. Euro. Das Verhältnis Export zu Produktion lag bei 75 %.

Schwacher Inlandsmarkt dürfte 2013 Italiens Werkzeugmaschinenhersteller belasten

2012 konnten sich die italienischen Hersteller von Werkzeugmaschinen, Robotern und Automationssystemen auf Rang drei des weltweiten Export-Rankings behaupten, wie es weiter heißt. Hingegen gab es nur Rang fünf in der Rangordnung der Produzenten, somit einen Abstieg um einen Rang im Vergleich zum Vorjahr, knapp hinter Südkorea.

Für 2013 erwartet Ucimu im Inland einen noch deutlicheren Abschwung. Denn 2013 werde die Produktion stagnieren und sich auf 4,82 Mrd. Euro (–0,1 %) belaufen. Die Exporte würden um nur 1,8 % auf 3,685 Mrd. Euro steigen.

Der italienische Konsum werde noch weiter zurückgehen und auf 2,005 Mrd. Euro (–4 %) sinken. Darunter zu leiden haben laut Ucimu die italienischen Hersteller auf dem Inlandsmarkt, die 5,8 % weniger Aufträge im Wert von dann 1,135 Mrd. Euro verbuchen sollen. Damit werde der Anteil der für das Ausland bestimmten Produktion noch mehr steigen, und zwar auf 76,5 %.

China als wichtigster Absatzmarkt italienischer Werkzeugmaschinen zeigt sich schwach

Im Hinblick auf den Export behauptete sich China 2012 als Absatzmarkt Nummer eins für das "Made in Italy", gefolgt von den USA, Deutschland, Russland, Frankreich und Brasilien, wie Ucimu mitteilt. Auch die jüngste verfügbare Erhebung – über den Zeitraum Januar bis März 2013 – sehe China unverändert auf Rang eins der Absatzländer, wenn auch mit einem deutlichen Rückgang (–16,4 %) gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres. Es folgten die USA (–14,6 %), Deutschland (–3,3 %), Russland (+7,2 %), Indien (–18,5 %) und Brasilien (–5,2 %).

„Im Jahr 2012 waren drei Viertel der nationalen Branchenproduktion für das Ausland bestimmt. Dies ist zwar ein Beleg dafür, dass die italienischen Unternehmen in der Lage sind, in nahen und fernen Ländern erfolgreich aufzutreten, weist aber doch auch auf die ernste Lage hin, in der sich der nationale Markt befindet, dessen Nachfrage nach Maschinenanlagen einfach nicht wiederanspringen will. Das ist ein Problem, das nicht nur die Werkzeugmaschinenbauer betrifft, sondern die gesamte Wirtschaft des Landes, für die ja unterlassene (oder sehr bescheidene) Investitionen in Produktionstechnologien einen Stillstand des Herstellerbereichs insgesamt, auf allen Ebenen der Produktionskette, bedeuten“, resümiert Galdabini.

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