Google+ Facebook Twitter XING LinkedIn GoogleCurrents YouTube
PAC-Studie

Maschinenbauer verkennen Potenzial von Industrie 4.0

| Redakteur: Jürgen Schreier

Im Maschinenbau wird das Potenzial von Industrie 4.0 noch nicht richtig eingeschätzt.
Im Maschinenbau wird das Potenzial von Industrie 4.0 noch nicht richtig eingeschätzt. (Bild: PAC/Freudenberg IT)

Das produzierende Gewerbe ist sich uneinig über Wettbewerbschancen durch die vierte industrielle Revolution. Dabei zeigt ein Branchenvergleich: Die Maschinen- und Anlagenbauer haben deutlichen Nachholbedarf, während Automotive-Unternehmen bei Industrie 4.0 Vorreiter sind.

Mittelständische Fertigungsunternehmen in Deutschland schätzen die Relevanz selbststeuernder, dezentral vernetzter Produktionsprozesse für ihre Wettbewerbsfähigkeit sehr unterschiedlich ein: So halten 61 % der Maschinen- und Anlagenbauer diesen Punkt für „eher uninteressant“. Bei Automotive-Unternehmen sind es dagegen nur 33 %. Diese auffallende Diskrepanz förderte jüngst eine aktuelle Studie der unabhängigen Marktforschungs- und Beratungsfirma Pierre Audoin Consultants (PAC) im Auftrag der Freudenberg IT (FIT) zutage.

Automobilzulieferer sind Industrie 4.0-Pioniere

Wie weit die Schere zwischen den Branchen auseinanderklafft, verdeutlicht ein weiteres Studienergebnis: Während im Maschinen- und Anlagenbau derzeit 9 % aller Unternehmen Selbststeuerung und Vernetzung in ihrer Fertigung einsetzen, sind es im Automotive-Sektor bereits doppelt so viele.

„Anders als im Maschinen- und Anlagenbau agieren mittelständische Fertiger in der Automobilindustrie meist als Zulieferer innerhalb engmaschig verzahnter Lieferketten. Viele von ihnen unterliegen daher einem hohen Innovationsdruck, der von den großen Abnehmern innerhalb der Supply Chain ausgeht“, kommentiert die studienverantwortliche PAC-Analystin Stefanie Naujoks.

Zur klaren Vorreiterrolle der Automotive-Branche bei der Adaption dieser fundamentalen Technologie ergänzt Thomas Ahlers, Mitglied der Geschäftsleitung Freudenberg IT: „Gerade Automobilzulieferer sind auf extrem flexible Fertigungsprozesse und deren intelligente Vernetzung angewiesen. Vollintegrierte Lagerprozesse sind in dieser Branche unumgänglich, da Systemkomponenten oftmals in definierter Reihenfolge zum jeweils festgelegten Zeitpunkt geliefert werden, damit sie beim Kunden ohne Zwischenlagerung weiterverbaut werden können.“

Inhalt des Artikels:

Kommentar zu diesem Artikel abgeben

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 42268464 / Fertigungsautomatisierung / Prozessautomatisierung)