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Automatisierung

„Über-Automatisierung“ reduziert Flexibilität in der Fertigung

| Redakteur: Jürgen Schreier

Menche statt Maschine: In dieser Elektronikfabrik in China wird noch von Hand gelötet.
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Menche statt Maschine: In dieser Elektronikfabrik in China wird noch von Hand gelötet. (Bild: VBM-Archiv)

Der Markt fordert zwar eine immer größere Flexibilität in der Produktlieferung, doch vielen Fertigungsunternehmen fehlt es dafür an den notwendigen Voraussetzungen. Als Ursachen hat die Felten-Group eine „Über-Automatisierung“ in der Fertigung und eine unzureichende Prozesssteuerung ausgemacht.

An dieser Situation hat sich in den letzten sechs Jahren kaum etwas verändert, wie eine Vergleichsstudie des Softwarehauses Felten-Group zeigt. Ursache sind insbesondere begrenzte technische Möglichkeiten der Prozesssteuerung und ein zu hoher Automatisierungsgrad in der Produktion.

Produkt- und Lieferwünschen wird nicht hinreichend flexibel entsprochen

Gaben 2008 noch vier von fünf der befragten Firmen zu Protokoll, dass die Marktbedingungen flexiblere Produktionsverhältnisse erforderlich machen, so gilt dies inzwischen sogar schon für 90 Prozent der Unternehmen. 55 % geben sogar an, dass die Flexibilitätsansprüche ihrer Kunden deutlich zugenommen haben. Andererseits stellen sich die Unternehmen selbst kein positives Urteil aus, da sie diesen Anforderungen meist nicht ausreichend gerecht werden können.

So herrschen derzeit nur in jedem fünften Unternehmen Verhältnisse vor, die in der Produktion eine schnelle Reaktion auf Kundenaufträge ermöglichen. Weitere 32 % bezeichnen ihre Flexibilität zumindest als befriedigend. Doch fast jeder zweite befragte Fertigungsbetrieb muss eingestehen, dass er sich den veränderlichen Produkt- und Lieferwünschen der Kunden nicht immer flexibel genug widmen können.

Geringe Flexibilität wirkt als Effizienzbremse

Dies sind zwar 8 % weniger als 2008, doch in den Augen von Werner Felten, Geschäftsführer des gleichnamigen Softwarehauses, laufen viele Unternehmen damit auf ein wirtschaftliches Problem zu. „Eine geringe Flexibilität bewirkt letztlich eine Effizienzbremse, weil erstens bei Nachfrageänderungen oder Eilaufträgen nur mit zusätzlichem Ressourcenaufwand reagiert werden kann und zweitens bei Ausfall von Maschinen oder anderen Einflüssen in der Produktion keine schnellen Antworten auf diese Probleme gefunden werden können.“

Die Flexibilität als Erfolgsfaktor sowohl der Wettbewerbsfähigkeit als auch der Rentabilität werde in ihrer wachsenden Bedeutung vielfach noch nicht ausreichend erkannt, so Felten.

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