Google+ Facebook Twitter XING LinkedIn GoogleCurrents YouTube

Studie Industrie 4.0

In der Praxis überwiegt Skepsis gegen das Konzept Industrie 4.0

| Autor / Redakteur: Anne Schulze / Stefanie Michel

Weiter in Richtung Maschinen-IT-Verschmelzung bewegt sich die Weidmüller Gruppe. Sie hat sich unter anderem darauf spezialisiert, Signalwandler herzustellen und zu vertreiben, mit deren Hilfe Daten von Maschinen empfangen und per Tablet oder PC ausgelesen werden können – das gilt als ein Grundstein für weiterführende Industrie-4.0-Anwendungen.

Umfrage in der Praxis zu Industrie 4.0 zeigte ernüchterndes Ergebnis

Deutschland verfügt über eine starke Stellung der Branchen IT, Automation, Maschinen-, Anlagen- und Automobilbau. Hier sind führende Fabrikausrüster und Automatisierer beheimatet, sodass Deutschland bessere Voraussetzungen als fast jedes anderen Land hat, die Potenziale des Konzepts Industrie 4.0 zügig umzusetzen. Doch anders, als es die überwiegend euphorische Stimmung in Forschung und Presse erwarten ließ, ergab eine Befragung von Flyacts bei Praktikern in der Industrie – unter anderem von Geschäftsführern und Produktionsleitern – ein ernüchterndes Ergebnis.

Das Ziel der Forschungsarbeit der von Flyacts, einer Technologieagentur für die Entwicklung von Multi-Channel-Apps, aus dem laufenden Jahr 2014 war es, herauszufinden, wie Unternehmen zu Industrie 4.0 stehen, ob und wenn ja, welche Relevanz Industrie 4.0 für sie hat und welche Barrieren oder Treiber bei dem Konzept gesehen werden. Dafür wurden 28 Experteninterviews mit Industrieunternehmen geführt, die meist weniger als 250 Mitarbeiter haben. Fast alle sind dem Mittelstand zuzuordnen.

Nur ein Drittel der Befragten kannte den Begriff „Industrie 4.0“

Jedes Interview begann mit der Frage, ob der Befragte den Begriff „Industrie 4.0“ kenne. Ohne weitere Erläuterungen konnten der Frage nur knapp ein Drittel zustimmen. Die Thematik an sich war jedoch allen Befragten bekannt. Bei der zweiten Frage wurden die Befragten gebeten, Ihre Meinung über IT-Anwendungen speziell im Kontext zu Industrie 4.0 wiederzugeben.

Die Umfrage zeigte, dass bisher bereits 18 % Apps von überwiegend externen Anbieter nutzen, um deren Maschinen in ihrem Unternehmen zu bedienen. Keiner der befragten Experten hat bereits eine eigene maschinenvernetzte App oder plant Aktivitäten in dieser Hinsicht in naher Zukunft.

Generell registrierten die Interviewführenden eine überwiegend kritische Einstellung der Befragten gegenüber Industrie 4.0. Lediglich 18 % drückten eine überwiegend positive Haltung aus (Bild 3). Die Einführung einer Maschinen- oder Service-App im Sinne von Industrie 4.0 sei auch nicht sinnvoll, hieß es beispielsweise, da die Projekte oder Produkte, die das Unternehmen herstelle, zu individuell oder zu personalintensiv seien. So begründeten rund 64 % der Befragten ihre zum Teil ablehnende Haltung gegenüber Industrie 4.0. Bedenken wurden auch genannt im Hinblick auf Sicherheit, die hohe Bedeutung des persönlichen Kontakts und die generelle Sinnhaftigkeit von smartenTechniken wie Apps in Unternehmen (Bild 4).

Inhalt des Artikels:

Kommentare werden geladen....

Kommentar zu diesem Artikel abgeben
  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Melden Sie diesen Kommentar, wenn dieser nicht den Richtlinien entspricht.

Kommentar Freigeben

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Freigabe entfernen

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 42820025 / Fertigungsautomatisierung / Prozessautomatisierung)