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Studie Industrie 4.0

In der Praxis überwiegt Skepsis gegen das Konzept Industrie 4.0

| Autor / Redakteur: Anne Schulze / Stefanie Michel

Allerdings, so waren sich einige Befragte sicher, sei es nur eine Frage der Zeit, da die Bedeutung der Informationstechnik immer weiter steigen würde. Zudem würden sich die Bedürfnisse der Kunden und der eigenen Mitarbeiter künftig hin zu intelligenten Produkten und Prozessen entwickeln (Bild 5).

Die Ergebnisse der Befragung lassen sich in den folgenden Kernaussagen zusammenfassen:

  • 68 % der Befragten kennen den Begriff „Industrie 4.0“ nicht.
    • 82 % planen zur Zeit keine smarten IT-Anwendungen oder Apps.
    • 54 % stehen Industrie 4.0 generell kritisch gegenüber.
    • Als besonders große Barriere wird der zu erwartende Personalaufwand empfunden.
    • Für den stärksten Treiber von Industrie 4.0 halten die Befragten die generell steigende Bedeutung der intelligenten Informationstechnik.
  • Bundesregierung rät zur stufenweise Einführung

    Seit zwei Jahren existiert das Zukunftsprojekt „Industrie 4.0“. Auch wenn die Grundthematik nicht völlig neu erfunden wurde und viele Aspekte fortschrittlicher Automatisierungstechnik beinhaltet, wurde doch ein Schlagwort geschaffen, das emotionalisiert und eben auch polarisiert.

    Die nun ermittelten kritischen Stimmen müssen nicht bedeuten, dass das Zukunftsprojekt zum Scheitern verurteilt ist. Generell gehen die Experten ohnehin von einer Evolution statt einer Revolution aus; und das bedeutet, dass Unternehmen gehalten sind, sich langfristig mit der Thematik zu beschäftigen. Sie sind nicht dem Druck ausgesetzt, bestehende System mit einem Mal umändern zu müssen. Das ist auch ganz im Sinne der Bundesregierung. Sie rät in ihrem Bericht „Zukunftsbild Industrie 4.0“ zur stufenweisen Einführung von Informations- und Kommunikations-Technologien – auch um die Finanzierbarkeit zu erleichtern.

    Das Projekt Industrie 4.0 war 2012 von der Bundesregierung initiiert worden. Geplant ist, bis 2025 durch politisch gesteuerte Forschung und verstärkte Öffentlichkeitsarbeit die stufenweise Erweiterung der IKT-Funktionalitäten von Fertigungsstätten und Produkten zu unterstützen. Erreicht werden soll die langfristige Sicherung von Wettbewerbsvorteilen der Industrie-Unternehmen im internationalen Kontext. MM

    * Anne Schulze ist Account & Marketing Manager bei der Flyacts GmbH in 07743 Jena. Tel. (0 36 41) 5 59 87-90, anne.schulze@flyacts.com

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