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Steuerungstechnik

Automatisiertes Prüfen von Montageplatten für Kaltfräsen

| Autor / Redakteur: Elisabeth Vatter / Reinhold Schäfer

Funktionsmodule bilden das steuerungstechnische Herz der Kaltfräsen des Herstellers Wirtgen.
Bildergalerie: 8 Bilder
Funktionsmodule bilden das steuerungstechnische Herz der Kaltfräsen des Herstellers Wirtgen. (Bild: Wirtgen)

In Kaltfräsen für den Straßenbau befinden sich Montageplatten als steuerungstechnisches Herz. Diese einbaufertigen Platten mussten bisher aufwendig manuell geprüft werden. Ein mobiler Prüfstand,der auf Siemens-Technik basiert, macht nun damit Schluss. Er ermöglicht ein automatisiertes Testen aller Funktionen und damit eine deutliche Zeitersparnis.

Als Abschlussarbeit zum staatlich geprüften Techniker haben Sabine Habeth, Daniel Gusowski und Serge Peters einen mobilen Prüfstand entwickelt und gebaut, der Montageplatten mit einer Größe von etwa 1 m × 0,6 m automatisiert auf ihre ordnungsgemäße Funktion hin überprüft. Dazu muss man wissen, dass die Planer Systemtechnik GmbH & Co. KG in Troisdorf bei Köln für die Wirtgen GmbH, einen Hersteller mobiler Arbeitsmaschinen, jährlich etwa 500 solcher Montageplatten baut. Ein Teil davon wird als Steuerzentrale für Kaltfräsen eingesetzt, wie sie im Straßenbau genutzt werden (Bild 1).

Bisher mussten Monteure 654 Kontaktpunkte von Hand überprüfen

Die Prüfung dieser Montageplatten war bisher aufwendig, weil die Monteure 654 Kontaktpunkte manuell auf ihre Funktionsfähigkeit und die richtige Verdrahtung hin überprüfen mussten. „Heute übernimmt das unser Prüfautomat, der eine automatische Verdrahtungsprüfung und sogar eine Teilfunktionsprüfung der Betriebsmittel durchführt“, berichtet Sabine Habeth, die im technischen Vertrieb bei Planer Systemtechnik arbeitet.

Entsprechend aufwendig war die Entwicklung des Prüfstands, sowohl was die Konzeption anbelangt als auch bezüglich der technischen Realisierung. So entwickelten die drei Techniker der Fachschule für Elektrotechnik Hennef einen Kontaktblock, der die vielen Dreistockklemmen schnell und auf allen Ebenen gleichzeitig adaptieren kann. Auch ein rasches Auswechseln abgenutzter oder defekter Einzelblöcke wurde dabei berücksichtigt. Bei 378 Federstiften mit je 1 N Federkraft addiert sich die notwendige Anpresskraft für die komplette Kontaktleiste auf 38,5 kp. Diese wird über Schubspanner mit einem Hub von 80 mm erzeugt.

Modulare Steuerung mit 64 bit pro Karte

Die elektrische Kontaktierung und Verdrahtung der insgesamt 408 Prüfkreise mit 938 Leitungen bildete die nächste Hürde, die es zu bewältigen galt. Dabei bot sich eine Lösung aus dem Programm Simatic Top Connect von Siemens an: Für die Steuerung Simatic S7 300, CPU 315-2 DP, die im Prüfstand eingebaut wurde, gibt es Ein- und Ausgangskarten bis 64 Kanäle. Fünf solcher Karten für Eingänge und drei Karten für die Ausgänge genügen, um alle Signale der 408 Prüfkreise verarbeiten zu können (Bild 2).

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