28.08.2009 | Autor / Redakteur: Markus Pfuderer / Rüdiger Kroh
Es ist der Kunde selbst, der diese Daten auf der Basis seiner Planung liefert. Für Zulieferunternehmen eröffnet sich eine neue Perspektive, weil mit dieser Methode Produktionskosten perspektivisch errechnet werden können, gegebenenfalls sogar bevor ein Angebot beim OEM abgegeben wird.
Begonnen wird mit der Eingabe der Größen, die das Planungsvorhaben bestimmen. Ganz entscheidend ist das Produktionsvolumen bezogen auf die zeitliche Planung der Stückzahlen. Bestimmt wird, wie die Nutzungsdauer in Jahren ausgelegt ist und wie sich die jährliche Laufzeit in Stunden, bezogen auf die Schichten und Arbeitstage, verhält. Außerdem werden Größen aus der Wertschöpfung wie Stückpreise und Materialkosten einbezogen. Kalkulationsgrundlagen wie kalkulatorische Zinsen auf Eigen- und Fremdkapital gehören ebenfalls in diesen ersten Schritt.
Danach wird die Anlagenleistung, unter anderem die Taktrate, die technische Verfügbarkeit und die Ausschussquote, betrachtet. Mit Werten zu den Anlagenkosten wie Beschaffung, benötigter Energie und Instandhaltung und zu den Personalkosten ist die Berechnungsgrundlage dann komplett und liefert eine fundierte Basis für die bestmögliche Erarbeitung eines rentablen Anlagenkonzeptes.
In der Praxis verhelfen die Berechnungen zu einem eindeutigen Ergebnis, wenn es darum geht, Anlagenkonzepte zu vergleichen und zu entscheiden, welches Konzept sich langfristig für den Auftraggeber am meisten rechnet.
Dipl.-Ing. (FH) Markus Pfuderer ist Mitglied der Geschäftsleitung der Pfuderer GmbH und verantwortet den Geschäftsbereich Projektierung und Engineering.
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