21.09.2009 | Redakteur: Stéphane Itasse

Die Hersteller von Komponenten, Maschinen und Anlagen für die Photovoltaik in Deutschland haben mit 10% Umsatzsteigerung im 2. Quartal 2009 im Vergleich zum Vorjahresquartal nur noch einen leichten Zuwachs erzielt. Demgegenüber brach der Auftragseingang mit 79% im Vorjahresvergleich stark ein, wie der VDMA am Montag in Frankfurt am Main mitteilt.
Asiatische und europäische Kunden hielten sich mit Aufträgen stärker zurück als zuvor, hieß es zur Erklärung. Dennoch bleibt die Exportquote mit 83% höher als im Durchschnitt des Maschinenbaus, wie die aktuelle Branchenstatistik des Investitionsgüterverbandes VDMA ergab.
„Der deutliche Einbruch bei den Aufträgen kam nach dem Zwischenhoch im ersten Quartal nicht unerwartet. Der Umsatz lag zwar unter dem des ersten Quartals, kann sich aber angesichts der Investitionszurückhaltung der letzten Monate und den gemeldeten Auftragsverschiebungen sehen lassen“, bestätigt Dr. Eric Maiser, Leiter des Forum Photovoltaik-Produktionsmittel im VDMA.
Die Auftragsreichweite der Meldefirmen liege mit 8,5 Produktionsmonaten immer noch deutlich über VDMA-Durchschnitt. Die Inlandsaufträge würden auf dem Niveau der beiden vorangegangenen Quartale bleiben. Jüngste Aussagen der Herstellerseite für neue Investitionen in Deutschland würden neuen Auftrieb geben.
Die Umsatzerwartungen der Meldefirmen liegen für das dritte Quartal auf dem Niveau des Vorjahresquartals, wie der Maschinenbau-Verband erläutert. „Wir könnten damit 2009 im günstigsten Falle die Rekordumsätze von 2008 erreichen. Das ist zwar eine Zäsur im Vergleich zu den Steigerungsraten der letzten vier Jahre, im aktuellen wirtschaftlichen Umfeld ist es dennoch als Erfolg zu werten“, kommentiert Maiser die Erwartungen.
Die Photovoltaik-Hersteller stehen unter hohem Konkurrenzdruck und kämpfen weltweit um die Spitzenposition, so der VDMA. Hauptfaktoren seien dabei höchste Qualität – Kunden würden mindestens 25 Jahre Lebensdauer für ihre Solaranlagen fordern– und niedrigster Preis.
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