04.03.2009 | Redakteur: Rüdiger Kroh

Zum ersten Mal hat die Fanuc Robotics Deutschland GmbH 2008 die Marke von 2000 verkauften Robotern überschritten.
„Mit 2200 Stück sind wir auf dem deutschen Markt die eindeutige Nummer zwei“, urteilt Geschäftsführer Gerald Mies. Und auch für das laufende Jahr hält er trotz Wirtschaftskrise die Grenze von 2000 Robotern für wieder erreichbar.
„Das 4. Quartal 2008 war wie eine Notbremsung“, so Mies. Dennoch konnte Fanuc seinen Umsatz von 65 auf knapp 80 Mio. Euro steigern. Dazu hat vor allem die allgemeine Industrie, bei Fanuc mit einem Umsatzanteil von 60% der größte Bereich, mit einem Plus von fast 30% beigetragen. Aber auch der Automobil- und Tier-1-Sektor legte um über 20% zu.
Für das laufende Jahr rechnet Mies zwar mit einem Umsatzrückgang, erwartet aber im 3. und 4. Quartal eine Besserung. „Derzeit werden viele Investitionen zurückgehalten, der Bedarf ist jedoch vorhanden.“ Als Wachstumsbranchen nennt Mies die Lebensmittelindustrie und den Energiesektor. Außer Windkraft und Solar sieht er neue Industrien für die Batterieherstellung entstehen, die den Bedarf beispielsweise für Elektroautos decken. Dort werde Handling eine wichtige Rolle spielen.
Bereits jetzt einen Anteil von 25 bis 30% an der General Industry bei Fanuc macht die Automatisierung von Werkzeugmaschinen aus. „Aber hier sind erst etwa 10% der potenziellen Anwendungen ausgeschöpft“, erklärt Mies. Vor allem, weil der Roboter durch Bildverarbeitungssysteme und Servogreifer intelligent werde, sei zukünftig eine flexible Beladung der Maschinen bis Losgröße 1 möglich. Projekte gebe es aber auch in der Automobilindustrie. So rüstet Fanuc den A-1-Rohbau des Audi-Werkes in Brüssel mit einigen hundert Robotern aus.
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