Robotik

Profactor bringt Robotern das Denken bei

30.03.2009 | Redakteur: Stéphane Itasse

Profactor hat mit dem I-Rob-Feeder eine Gesamtlösung für das individuelle robotische Bestücken von Industrieanlagen entwickelt. Der denkende Roboter erkennt und greift unterschiedlichste Werkstücke und platziert diese für die Weiterverarbeitung richtig, wie das Unternehmen mitteilt. Eine einfache Integration in eine Produktionsanlage wird durch ein verteiltes Steuerungskonzept ermöglicht.

„Der wesentliche Vorteil unserer bereits industrietauglichen Entwicklung ist, dass die einzelnen Teile nicht mehr sortenrein geschichtet zur Anlage geliefert werden müssen“, erklärt Andreas Pichler, Leiter des Fachbereichs Robotik und Adaptive Systeme bei der österreichischen Unternehmensgruppe für angewandte Produktionsforschung. Da das Roboter-System von Profactor die 3D-Lage der Werkstücke auch in nicht-standardisierten Umgebungen wie Kisten oder Schütten lokalisiert, erspart es der Industrie die zeitlich aufwändige Teile- und Arbeitsraumvorbereitung.

Roboter verarbeitet wichtige Informationen selbst

Der Roboter verarbeitet alle wichtigen Informationen, die ihm durch ein Abbild der Ist-Situation mittels 3D-Objekterkennung vermittelt werden, heißt es. Um welche Teile handelt es sich? In welcher Lage befinden sich die einzelnen Teile? Wie sind sie am besten zu greifen? Nach Beantwortung dieser Fragen ergreift der Roboter die Werkstücke und platziert sie für die weitere Verarbeitung.

„Unser Roboter programmiert sich sozusagen selbst. Wir haben ihm das Denken beigebracht“, sagt Pichler. Somit sei das System in der Lage, sich rasch an neue Umweltbedingungen anzupassen und sich in kurzer Zeit zu rekonfigurieren um neue Teile handhaben zu können.

Neues Zusammenspiel von Bildverarbeitung, Roboter, Inspektion und Steuerung

„Die eigentliche Innovation ist das Gesamtsystem I-Rob-Feeder“, erläutert Pichler und meint damit das Zusammenspiel von 3D-Bildverarbeitungssystem, selbstprogrammierbarem Roboter, einer Oberflächeninspektion sowie einem verteilten Steuerungskonzept. Da Kompatibilität ganz oben im Anforderungsprofil stand, ist die Profactor-Entwicklung sowohl hard- als auch softwaremäßig rasch und ohne große Umbaumaßnahmen in bestehende Anlagen integrierbar, so das Unternehmen. Stillstandzeiten würden sich auf ein Minimum reduzieren.

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 295095)

Hersteller & Lieferanten

FANUC Robotics Deutschland GmbH

73765 Neuhausen auf den Fildern | Deutschland

Firmenprofil

Klinkhammer Förderanlagen GmbH

90427 Nürnberg | Deutschland

Firmenprofil

Röhm GmbH

89567 Sontheim | Deutschland

Firmenprofil