01.09.2009 | Autor / Redakteur: Rüdiger Kroh / Rüdiger Kroh
Gundel: Als Zukunftsmärkte möchte ich Medizintechnik, Aerospace und Logistik hervorheben. In der Luftfahrtindustrie ist als Anwendung vor allem die CFK-Bearbeitung zu nennen, die zurzeit noch größtenteils manuell erfolgt. Um die Kosten zu reduzieren, wird dort zukünftig viel mehr automatisiert werden. Der Roboter wird dann komplette CFK-Strukturen verlegen können. Für die Logistik bieten sich neue Chancen, wenn der Roboter sich auf einer mobilen Plattform mit Navigationssystem autark im Lager bewegen kann.
Gundel: Wir müssen für die Automobilhersteller keinen speziellen Roboter entwickeln, sie benötigen vielmehr ein Baukastenprinzip, mit dem man alle Anwendungen abdecken kann. Außerdem ist der Aspekt Sicherheit wichtig, weil darüber der Arbeitsbereich eingegrenzt und Platz eingespart werden kann.
Gundel: Jährlich werden etwa 30% aller Roboter weltweit für Schweißanwendungen eingesetzt. Davon ist rund die Hälfte Punktschweißen, die andere Hälfte Schutzgasschweißen und nur eine ganz geringe Anzahl andere Verfahren wie das Laserschweißen. Bei Kuka entfallen etwa 35% aller Roboter jährlich auf Schweißanwendungen. Ebenso ist der Anteil Punktschweißen etwas höher als im Marktdurchschnitt.
Gundel: Bei künftigen Robotergenerationen werden wir das Gewicht deutlich reduzieren und damit den Energieverbrauch senken. Dies ist ein Kundennutzen und wird deshalb bei Kuka in der Entwicklung entsprechend berücksichtigt. Der Energieverbrauch ist ein wichtiger Punkt, der zukünftig ein Wettbewerbsvorteil sein kann.

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