Automatica 2010

Fachmesse für Automatisierung und Mechatronik präsentiert Initiative „Green Automation“

30.09.2009 | Redakteur: Jürgen Schreier

Erst durch Automatisierungstechnik wird eine umweltverträgliche und energiesparendere Produktion möglich. Viele Hersteller bieten längst Lösungen zur Ressourcenoptimierung, Energieeffizienz, Reduzierung der Schadstoffemission oder Energierückgewinnung an. Dabei sei es wichtig, dass sämtliche Betrachtungen bezüglich der Ressourceneffizienz über den gesamten Lebenszyklus eines Produktes beziehungsweise einer Technologie durchgeführt werden, heißt es.

Automatisierung ist Voraussetzung für „grüne“ Produkte

Laut Thilo Brodtmann, Geschäftsführer VDMA Robotik + Automation, sieht die Branche hier ihre Verantwortung: „Der intelligente Umgang mit Ressourcen wird zunehmend zu einem Erfolgsfaktor für die Wettbewerbsfähigkeit von produzierenden Unternehmen. Hierbei kann moderne Automatisierungstechnik Erstaunliches leisten. Die Hersteller von Automatisierungstechnik erschließen ihren Kunden erhebliche Einsparpotenziale und sind mit ihrer Engineering-Kompetenz die Enabler neuartiger Lösungen, die „grüne“ Produkte überhaupt erst möglich und bezahlbar machen.“ Die Initiative „Green Automation“ soll dabei für die nötige Breitenwirkung sorgen.

Durch steigende Energiepreise und knapper werdende Ressourcen steigt die Nachfrage nach energiesparenden Technologien. Moderne Automatisierungslösungen ermöglichen den breiten Einsatz umweltverträglicher Produkte und Technologien wie der Photovoltaik. So konnten durch den Einsatz von Robotern, Montagetechnik und industrieller Bildverarbeitung die Herstellkosten von Solarzellen bereits substantiell gesenkt werden – bei gleichzeitiger Erhöhung der Qualität.

Das Fraunhofer IPA sieht ein erhebliches Potenzial im Umfeld der „Green Automation“. „Automatisierungstechnik ist ein wesentlicher Faktor für die wettbewerbsfähige Produktion von „grünen“ Produkten wie beispielsweise Solaranlagen, Energiespeichern oder Elektrofahrzeugen,“ erläutert Prof. Alexander Verl, Leiter Fraunhofer IPA. „Aber auch die Automatisierungstechnik als Ressourcenverbraucher muss beachtet werden. Hier sind erhebliche Potenziale sowohl bei Komponenten und Maschinen als auch auf der Leitebene realisierbar“.

Automatica 2010 macht „Green Automation“ erlebbar

Mit der Initiative „Green Automation“ wird die Automatica erstmals dieses Thema systematisch aufbereiten. So wird es eine „Green Automation“-Besucherführung geben, um direkt Interessenten und Anbieter themenspezifisch zusammen zu führen. Ergänzend wird eine Sonderschau die erfolgreichsten Beispiele für „grüne“ Produkte vorstellen. Auf dem Automatica-Forum wird an allen Tagen „Green Automation“ ein zentraler Aspekt bei den Fragestellungen sein.

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