04.11.2009 | Redakteur: Jürgen Schreier

Der internationale Robotikverband IFR sagt der Servicerobotik seiner jüngsten Prognose beachtliche Wachstumsraten voraus. Über die wirtschaftlichen Chancen und den gesellschaftlichen Nutzen dieser Technologie sprachen wir mit Thilo Brodtmann, Geschäftsführer der VDMA-Fachgemeinschaft Robotik + Automation.
Brodtmann: Zurückblickend kann man schon einmal festhalten, dass mehr Automatisierung mehr Arbeitsplätze geschaffen hat, nicht weniger. Wenn es gelingt, Robotik und Automatisierung auch in den Mittelstand zu tragen, darf man davon ausgehen, dass auch der Mittelstand noch wettbewerbsfähiger wird und neue Arbeitsplätze schafft.
Brodtmann: Die Bedürfnisse der älteren Menschen abzudecken, wird Ziel der Robotik in der Zukunft sein. Im Augenblick ist die Situation die, dass es durch die demografische Entwicklung immer schwieriger wird, die alternde Gesellschaft richtig zu versorgen. Technologisch stellen wir uns vor, dass wir relativ bald in der Lage sein werden, in dieser Hinsicht etwas zu leisten und die passende Technik anzubieten. Allerdings muss noch für nötige Akzeptanz gesorgt werden, dass ein alter Mensch von einem Roboter unterstützt und gepflegt wird.
Brodtmann: So kann man beispielweise auf den Care-Robot verweisen, der in einer musterhäuslichen Umgebung durchaus in der Lage ist, Menschen, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind, mit Getränken oder Medikamenten zu versorgen. Außerdem löst der Roboter Alarm aus und ruft Hilfe herbei, wenn jemand hinfällt. Die ersten Schritte sind also gemacht und vorzeigbar.
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