Roboter

Kuka rutscht 2009 tief ins Minus

02.02.2010 | Redakteur: Stéphane Itasse

„Wir haben eine Belebung des operativen Geschäfts im vierten Quartal feststellen können“, kommentierte Dr. Till Reuter, Vorstandsvorsitzender der Kuka AG, die aktuelle Geschäftsentwicklung. Bild: Kuka

Der Roboterhersteller Kuka AG, Augsburg, hat im Geschäftsjahr 2009 einen Einbruch bei Aufträgen und Ergebnis um rund 30% hinnehmen müssen und hat deshalb Verluste erwirtschaftet. Einschließlich Sonderaufwendungen ergab sich beim Betriebsergebnis ein Minus von 52,9 Mio. Euroo, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilt. Mittlerweile gehe es für den Roboterbauer aber wieder aufwärts.

Im Geschäftsjahr 2009 habe sich die Auftragslage des Kuka-Konzerns insgesamt gesehen besser als die Branche der deutschen Maschinen- und Anlagenbauer entwickelt, heißt es: Die VDMA-Auftragseingänge seien preisbereinigt von Januar bis November 2009 um 41% gesunken. Im Kuka-Konzern seien die Auftragseingänge von 1,2799 Mrd. Euro (2008) auf 903,3 Mio. Euro (2009) zurück; dies seit ein Rückgang um 29,4% zum Vorjahr.

Gleichmäßiger Auftragsrückgang bei Robotern und Systemen

Daran seien die Geschäftsbereiche in etwa zu gleichen Teilen beteiligt. Der Geschäftsbereich Robotics erzielte laut Angaben 2009 Auftragseingänge von 324,3 Mio. Euro; dies ist ein Rückgang um 30,2% gegenüber dem Vorjahr. Hiervon sei insbesondere das Geschäft mit Automotive-Kunden betroffen, während die Bereiche General Industry und Service geringere Rückgänge verzeichneten. Im Geschäftsbereich Systems gingen die Auftragseingänge von 854,9 Mio. Euro (2008) auf 615,4 Mio. Euro (2009) zurück; dies sei ein Rückgang um 28% zum Vorjahr.

Der Auftragsbestand sei mit 543,4 Mio. Euro zum 31.12.2009 im Vergleich zum Jahresende 2008 nahezu unverändert. Damit verfügt Kuka nach eigenen Angaben weiterhin über eine stabile Auftragsreichweite von rechnerisch circa fünf Monaten.

Die Umsatzerlöse erreichten 2009 insgesamt 902,1 Mio. Euro; dies ist laut Kuka-Mitteilung ein Rückgang um 28,7% gegenüber dem Vorjahr (2008: 1,2661 Mrd. Euro). Auch hier waren die Geschäftsbereiche gleichermaßen betroffen.

Roboter-Geschäftsbereich büßt etwas stärker beim Umsatz ein

Die Umsatzerlöse des Geschäftsbereichs Robotics gingen von 474,4 Mio. Euro (2008) um 30,3% auf 330,5 Mio. Euro (2009) zurück. Im Geschäftsbereich Systems sanken die Umsatzerlöse von 837,5 Mio. Euro (2008) um 27,7% auf 605,5 Mio. Euro (2009). Das Book-to-Bill-Ratio von Kuka (Verhältnis von Auftragseingängen zu Umsatzerlösen) habe damit 1,0 betragen.

Das Betriebsergebnis (EBIT) 2009 sei auf Grund der deutlichen Umsatzrückgänge, einer geringeren Kapazitätsauslastung und von Sonderaufwendungen mit –52,9 Mio. Euro deutlich negativ ausgefallen (Vorjahr: 52,0 Mio. Euro).

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