24.02.2010 | Redakteur: Jürgen Schreier

Nachdem am Weltrobotermarkt seit dem 3. Quartal 2009 die Verkaufszahlen wieder anziehen, macht sich auch bei Deutschlands Herstellern von Robotern, Montage- und Handhabungstechnik sowie industrieller Bildverarbeitung eine „verhalten optimistische“ Stimmung breit.
Wie der VDMA-Fachverband Robotik + Automation mitteilt rechnen die Hersteller von Ausrüstungen für die industrielle Bildverarbeitung, Montage- und Handhabungstechnik sowie Robotik für 2010 in den Teilbranchen sowie bei der Robotik und Automation insgesamt mit einer Umsatzsteigerung von 5% auf 6,4 Mrd. Euro. „Die Erholung ist seit dem dritten Quartal 2009 spürbar. Die Anfragen verstärken sich und auch die Auftragseingangskurve bewegt sich langsam aber kontinuierlich wieder aufwärts“, berichtete Dr. Michael Wenzel, Vorsitzender VDMA Robotik + Automation, am 24. Februar 2010 in Frankfurt am Main.
Allerdings dürfte das Jahr 2009 als eines der schwärzesten in die Branchengeschichte eingehen. „Die erfolgsverwöhnten Hersteller von Robotik und Automation mussten 2009 durch die weltweite Finanz- und Wirtschaftskrise einen Umsatzrückgang um 34% auf 6,1 Mrd. Euro verkraften und sind damit auf das Umsatzniveau des Jahres 2002 zurückgefallen“, betonte der Vorsitzende des VDMA-Fachverbandes. Zwischen 2002 und 2008 war der Branchenumsatz um mehr als 5% gewachsen und hatte zuletzt das Spitzenniveau von 9 Mrd. Euro erreicht.
Von der Krise besonders stark gebeutelt wurde die Montage- und Handhabungstechnik. 2009 musste man dort ein Minus von 36% auf 3,7 Mrd. Euro (2008: 5,7 Mrd. Euro) verkraften. Der Robotikumsatz sackte im Berichtsjahr um 32% auf 1,6 Mrd. Euro (2008: 2,4 Mrd. Euro) ab, während die industrielle Bildverarbeitung mit minus 30% auf 844 Mio. Euro (2008: 1,2 Mrd. Euro) innerhalb des „Automatisierungs-Trios“ am glimpflichsten davonkam.
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