Fanuc

Gelbe Roboter schreiben schwarze Zahlen

08.04.2010 | Autor / Redakteur: Rüdiger Kroh / Rüdiger Kroh

„Für 2010 erwarten wir für Europa eine Umsatz- und Stückzahlsteigerung von 10%“, sagt Olaf C. Gehrels, Präsident und CEO der Fanuc Robotics Europe S.A. Bild: Fanuc Robotics

Der Krise zum Trotz wollte Fanuc Robotics Europe das Jahr 2009 mit einem positiven Ergebnis abschließen. Wir fragten Olaf C. Gehrels, Präsident und CEO von Fanuc Robotics Europe, und Gerald Mies, Geschäftsführer von Fanuc Robotics Deutschland, ob aus der Prognose Realität geworden ist.

Herr Gehrels, Sie haben mitten in der Wirtschaftskrise im Sommer 2009 ein positives operatives Ergebnis für Fanuc Robotics in Europa prognostiziert. Haben Sie dieses ehrgeizige Ziel auch erreicht?

Gehrels: Trotz eines Umsatzrückgangs von rund 30% auf 150 Mio. Euro konnten wir in Europa schwarze Zahlen schreiben – jeden Monat und konsolidiert für das gesamte Jahr. Damit blicken wir auf 14 Jahre zurück, in denen wir jeden Monat ein profitables Ergebnis erwirtschaften konnten.

Natürlich war das 2009 kein Zuckerschlecken und auch wir haben ein Kostensenkungsprogramm durchgezogen. Wir sind aber besonders stolz auf die Tatsache, dass wir dabei alle Mitarbeiter im Krisenjahr halten konnten, also keine Umstrukturierung und kein Personalabbau. Fanuc Robotics Europa war vor der Krise solide aufgestellt und wir gehen nun noch gestärkter aus dem Krisenjahr heraus.

Herr Mies, wie hat sich die deutsche Fanuc-Gesellschaft im vergangenen Jahr geschlagen?

Mies: Bis April 2009 haben wir fast keine direkten Auswirkungen gespürt, danach dann aber umso intensiver. Im Deutschland ist unser Umsatz um 30% geschrumpft und da wir keine großen Projekte hatten, sank der Roboterabsatz von 2200 auf knapp 1500 Stück.

Was waren die entscheidenden Gründe dafür, dass sich Fanuc Robotics im Jahr 2009 so gut behaupten konnte?

Gehrels: Da gibt es eine Reihe von Gründen, vor allem sind es die sogenannten weichen Faktoren. Wir haben in unseren zwölf europäischen Niederlassungen schlanke Strukturen und in der Krise hat jeder – wie im Fußball – noch den einen Schritt mehr gemacht.

Das Vertrauensverhältnis zu unseren über 1000 Systempartnern hat sich bewährt und letztendlich dazu geführt, dass die Kunden bereit waren, mit Fanuc durch die Krise zu gehen. Ein weiterer Punkt sind unsere innovativen Produkte zu wettbewerbsfähigen Preisen.

Mies: Das Geschäft mit unseren Systempartnern ist für Fanuc eine solide Basis. Wir haben zwar dadurch den Nachteil, in neuen Märkten immer etwas verspätet Fuß zu fassen, aber in der Krise war das Systemhausgeschäft unser Rückgrat.

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