Fanuc Robotics

In 25 Jahren vom GM-Lieferanten zur Nummer zwei auf dem deutschen Markt

03.09.2010 | Redakteur: Rüdiger Kroh

Ein Prosit auf den 25. Geburtstag: Gerald Mies, Geschäftsführer der Fanuc Robotics Deutschland GmbH (links), und Wolfgang Müller, einer der Gründer und heute noch im Unternehmen.Bild: Kroh

Heute wird die Fanuc Robotics Deutschland GmbH als ein schwäbisches Unternehmen mit einem japanischen Mutterkonzern wahrgenommen. Vor 25 Jahren war das noch anders: Am 6. August 1985 wurde die GMF Robotics GmbH mit Sitz in Erkrath gegründet und als Tochter der General Motors Fanuc Corp., eines amerikanisch-japanischen Joint Ventures, tat man sich schwer auf dem deutschen Markt.

„Als wir anfingen, hatten wir drei Kunden: BMW, Daimler und Opel“, erzählt Wolfgang Müller, 1985 einer der drei Firmengründer und heute noch Key Account Manager für GM. In der Anfangszeit waren es vor allem Lackierroboter, die GMF an die Automobilhersteller lieferte. Die ersten Aufträge umfassten damals vier Stück an Daimler und sechs an BMW. „Nur bei Opel haben wir größere Mengen verkauft“, erinnert sich Müller. Von der Keimzelle Deutschland aus starteten auch die ersten Projekte in Frankreich, Italien und Schweden, die dann zum Aufbau des europäischen Niederlassungsnetzes führten. 1992 wurde das Joint Venture mit General Motors aufgelöst und Anfang der 90-er Jahre erfolgte der Um-zug von Erkrath nach Neuhausen.

Fanuc Robotics rechnet für 2010 mit exzellenten Zahlen

Heute steht das Geschäft von Fanuc Robotics auf den drei Säulen Automotive, Tier-1 und Base Business, das ausschließlich über Systemhäuser läuft. „Seit 2008 sind wir in Deutschland auf Platz zwei der Roboterhersteller“, erklärt Geschäftsführer Gerald Mies. Für das laufende Jahr hält er es für möglich, sogar das beste Ergebnis in der Geschichte von Fanuc Deutschland zu erreichen. Dann müssten die 2200 verkauften Roboter von 2008 übertroffen werden.

„Bis Ende Juli haben wir über 900 Roboter abgesetzt, wovon gut 80% in die allgemeine Industrie gingen“, berichtet Mies. Für das zweite Halbjahr rechnet der Geschäftsführer noch mit dem einen oder anderen Großauftrag aus der Automobilindustrie, sodass dieser Anteil wieder zunehmen wird. In Europa sei damit Deutschland am schnellsten aus der Krise gestartet.

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