Robotik

Schnelle Einsetzbarkeit erhöht die Produktivität von Servicerobotern

28.07.11 | Redakteur: Rüdiger Kroh

„Die Komponentenkosten machen nur etwa ein Drittel der Gesamtkosten aus”, sagt Martin Hägele, Abteilungsleiter Robotersysteme beim Fraunhofer IPA. (Bild: Kroh)
„Die Komponentenkosten machen nur etwa ein Drittel der Gesamtkosten aus”, sagt Martin Hägele, Abteilungsleiter Robotersysteme beim Fraunhofer IPA. (Bild: Kroh)

Die Fraunhofer-Institute IPA und ISI haben im Auftrag des Bundesforschungsministeriums neuartige Anwendungen für Servicerroboter entwickelt und deren technisch-wirtschaftliche Bedeutung für die Robotik analysiert. Zusätzlich wurden die technische und wirtschaftliche Machbarkeit der Servicerobotik-Anwendungen an elf konkreten Anwendungsszenarien analysiert und jetzt vorgestellt.

Roboter reinigen heute Gebäude, überwachen Industrieanlagen oder unterstützen das Pflegepersonal bei der Betreuung von Patienten. Fahrerlose Transportsysteme übernehmen in Kliniken den Transport von Speisen oder Medikamenten und in Verwaltungsgebäuden Botengänge. Immer mehr Roboter bewältigen gefährliche Wartungs- und Inspektionsarbeiten.

„Bis Ende 2009 waren weltweit 76.600 gewerbliche Serviceroboter-Systeme im Einsatz“, beziffert Thilo Brodtmann, Geschäftsführer des VDMA-Fachverbands Robotik + Automation, den Markt. „Bis 2013 sollen laut IFR knapp 80.000 weitere Systeme hinzukommen.“

Viele Roboter-Anwendungen sind technisch, aber nicht wirtschaftlich machbar

Grund genug für eine fundierte Wirtschaftlichkeitsanlayse. Die Fraunhofer-Institute IPA und ISI haben im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung neuartige Servicerobotik-Anwendungen entwickelt und deren technisch-wirtschaftliche Bedeutung für die Robotik analysiert.

Über die konzeptionelle Betrachtung hinaus wurde die technische und wirtschaftliche Machbarkeit der Servicerobotik-Anwendungen an elf konkreten Anwendungsszenarien analysiert.

„Es wurde zuerst ein Katalog an Komponenten erstellt, aus dem die Serviceroboterlösungen konzipiert wurden“, erläutert Martin Hägele, Abteilungsleiter Robotersysteme beim Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA.

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