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IFR

Der Roboter wird zur Jobmaschine

| Redakteur: Jürgen Schreier

Die Automobilindustrie war über Jahre hinweg der Treiber für den Robotereinsatz. Im Bild zu sehen ist eine robotergestütze Pressenautomation.
Die Automobilindustrie war über Jahre hinweg der Treiber für den Robotereinsatz. Im Bild zu sehen ist eine robotergestütze Pressenautomation. (Bild: Kuka)

Einst galten sie als Jobkiller, jetzt soll der Einsatz von  Robotern in den kommenden acht Jahren mehr als 2 Mio. neuer Jobs schaffen. Das geht aus der aktualisierten Version der 2011 erstmals publizierten Studie „Positive Impact of Industrial Robots on Employment“ hervor, die von International Federation of Robotics (IFR) vorgelegt wurde.

„Unsere Studie beweist, dass Roboter Jobs schaffen“, sagt Gudrun Litzenberger, Generalsekretärin der IFR. „Es ist eine Tatsache, dass Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit für ein Unternehmen unverzichtbar sind, um auf dem Weltmarkt erfolgreich zu sein. Robotik und Automation sind die Lösung. Bestimmte Arbeitsplätze können reduziert werden durch Robotik und Automation, aber die Studie zeigt, dass viele andere Jobs dadurch neu geschaffen werden.“

Die Studie konzentrierte sich auf sechs Länder, und zwar Brasilien, China, Deutschland, Japan, Südkorea und USA –Länder, die als repräsentativ in der globalen Wirtschaft anzusehen sind.

Automation eröffnet neue Märkte

Die Autoren der Studie sehen das größte Potenzial für neue Arbeitsplätze durch den Einsatz von Robotern per se, die kontinuierliche Entwicklung neuer Produkte sowie das Wachstum der Industrie und der Entwicklung sogenannter Downstream-Jobs. Diese entstehen laut IFR-Studie dadurch, dass Fertigungsprozesse unterstützt werden müssen, die nur von Robotern durchgeführt werden können. Die aktuelle Studie belegt: Dort, wo Automation Menschen in der Fertigung ersetzt, hat sich der Ausstoß erhöht, sind neue Märkte entstanden und die Nachfrage nach Downstream-Jobs ist gestiegen.

Doch auch in der Vergangenheit hat sich die Robotertechnik bereits als Jobmaschine erwiesen:

  • So wurden bis 2011 wurden weltweit zwischen 4 und 6 Mio. Arbeitsplätze direkt durch die Robotik geschaffen. Anders gesagt: Auf jeden produzierenden Roboter entfielen 3 bis 5 Arbeitsplätze.
  • Die indirekte Beschäftigung durch Roboter erhöht diese Zahl auf 8 bis 10 Mio. Beschäftigungsverhältnisse.
  • In den nächsten acht Jahren werden weitere 1,9 bis 3,5 Mio Arbeitsplätze durch den Robotereinsatz generiert werden, denn dieser verbessert die Wettbewerbsfähigkeit. Die Anzahl der Arbeitsplätze in der verarbeitenden Industrie steigt und besser bezahlte Arbeit entsteht. Laut Studie hat sich in Ländern, in denen die Industrie auf die Robotik setzt, der Output erhöht. Das wiederum hat niedrigere Arbeitslosenraten zur Folge.

Treibende Kräfte für den Einsatz von Robotern sind:

  • Steigende Fertigungspräzision,
  • Kontinuität des Fertigungsprozesses,
  • Reduzierung von Arbeiten, die Unfälle und Verletzungen verursachen können und
  • nNiedrigere Arbeitskosten.

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