Google+ Facebook Twitter XING LinkedIn GoogleCurrents YouTube
Long Distance Art

Ein Künstler, zwei Roboter, drei Kunstwerke

| Redakteur: Jürgen Schreier

Künstler Alex Kiessling mit dem ABB-Roboter beim Testaufbau.
Künstler Alex Kiessling mit dem ABB-Roboter beim Testaufbau. (Bild: Wien Tourismus)

Wien „zeichnet“ Geschichte und vereint in einem einzigartigen Projekt Technik und Kunst über Länder- und Kulturgrenzen hinweg: Erstmals in der Geschichte lässt ein Künstler gemeinsam mit zwei Robotern simultan drei Kunstwerke in drei europäischen Metropolen entstehen.

Unter dem Motto „Long Distance Art – Global.Studio.Vienna“ kreiert er Wiener Künstler Alex Kiessling am 26. September 2013 ab 11 Uhr ein Kunstwerk in der Ovalhalle des Wiener Museums-Quartiers. Seine Zeichnung wird zeitgleich in Berlin und London von Robotern erstellt.

Wenn der Roboter den Zeichenstift führt

Dafür werden alle Bewegungen des Künstlers von Sensoren erfasst und per Satellit an die 2,8 m großen und 435 kg schweren Technik-Riesen übertragen. Nicht nur in der Kunstwelt ist dieses Projekt neu, auch für die Techniker ist es eine Premiere. Der Industrieroboter IRB 4600 von ABB ermöglicht trotz seiner starken Beschleunigungsleistung sowie der hohen Maximalgeschwindigkeiten ein äußerst präzises Arbeiten. Dennoch: der IRB 4600 wird sonst in der Industrie eingesetzt, für die Palettierung oder Schweißarbeiten – er hält im Alltag keinen Stift.

Zahlreiche technische Hürden gilt es zu überwinden: Nicht nur die Steuerung der Roboter per Satellitentechnik aus einer außergewöhnlich großen Distanz zum Künstler als Datenquelle schafft eine Herausforderung für Mensch und Maschine. Spannend wird auch die parallele Arbeit von Künstler und Roboter zu verfolgen sein, denn entgegen dem Regelfall erlaubt das Projekt kein Abspiel einer im Vorfeld fix definierten und programmierten Handlungsfolge in Form eines Roboterprogramms.

Projekt passt zur Vorreiterrolle Wiensin Kunst und Kultur

„Wir sind uns bewusst, dass unser Vorhaben ein gewisses Wagnis in technischer Hinsicht darstellt“, so Wiens Tourismusdirektor Norbert Kettner. „Für die simultane Übertragung von Kunst mittels Roboter- und Satellitentechnik können wir auf keinerlei Erfahrungswerte zurückgreifen. Der Gedanke, sowohl in der Kunst als auch im Tourismusmarketing noch nie dagewesene Akzente zu setzen, bestärkt uns jedoch in unserem Vorhaben und passt zur Vorreiterrolle Wiens, die die Stadt im Bereich der Kunst und Kultur auch in der Vergangenheit immer wieder innehatte."

Inhalt des Artikels:

Kommentare werden geladen....

Kommentar zu diesem Artikel abgeben
  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Melden Sie diesen Kommentar, wenn dieser nicht den Richtlinien entspricht.

Kommentar Freigeben

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Freigabe entfernen

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 42293113 / Robotik)